Wo auch stumme Hähne noch zu Ehren kommen

Knapp 250 Besucher hat die Jungtierschau in Waldenburg gezählt. Beim Wettkrähen wurde auch der Verlierer belohnt.

Waldenburg.

Die rund 20 Mitglieder des Kleintierzuchtvereins S 567 Waldenburg sind eine eingeschworene Seniorentruppe. "Es wird immer schwieriger, junge Leute für die Mitarbeit zu gewinnen", erklärt der 68-jährige Vereinschef Klaus Dietrich. Und dennoch gelingt es den Kleintierzüchtern stets aufs Neue, eine Jungtierschau auf die Beine zu stellen, die Jung und Alt anzieht. So war es auch am Wochenende wieder, als mehr als 100 Kaninchen zu bewundern waren. Knapp 250 Gäste hat die Ausstellung an der Grünfelder Straße 21 nach Angaben des Veranstalters gezählt.

Dietrich zufolge mögen die Besucher das Ausstellungsgelände mit der renovierten Züchterklause, die vor vier Jahren einem Schwelbrand zum Opfer fiel. "Mit Hilfe von Spenden und Eigenleistungen haben wir die Züchterklause aber wieder auf Vordermann gebracht", blickt der Waldenburger zurück. Heute erinnert nichts mehr an die Zerstörungen durch die Flammen. "Wir haben jetzt sogar eine neue Küche", ergänzt Dietrich. Daher war die gastronomische Betreuung der Besucher erneut gesichert. Neben Fettbemmen und frisch gebackenem Kuchen gab es unter anderem Bratwurst vom Grill. Und die konnten sich die Besucher sowohl in der Züchterklause als auch im davor vom Verein großzügig hergerichteten Biergarten genießen. In die dafür erforderliche Biergartengarnitur hatten die Züchter nochmals gut 3000 Euro gesteckt. "Das sind aber Investitionen, die sich lohnen und notwendig sind", betont Vereinsmitglied Reiner Thieme, der außerdem das inzwischen schon traditionelle Wettkrähen der Hähne organisiert, das immer am Sonntagmorgen 30 Minuten lang ausgekräht wird.


Dabei gibt es nicht nur drei Erstplatzierte, sondern auch einen Sonderpreis. Denn: "Beim Wettkrähen, das wir schon seit 2012 veranstalten, vergeben wir auch eine Urkunde für den stummen Hahn", fügt der 80-Jährige an. So hatte es diesmal gleich fünf von den insgesamt zwölf Teilnehmern erwischt, deren Hähne keinen Ton von sich gaben. So entschied schließlich das Los. Diesmal kassierte der Vereinschef Dietrich selbst den Sonderpreis. Und nicht nur das: Dieser Preis ist mit einer lustigen Schnitzerei verbunden, die von Mitstreiter Frank Gläser aus dem Callenberger Ortsteil Langenchursdorf stammt. "Ich habe Freude daran, den Verein mit meinen kleinen Kunstwerken zu unterstützen", sagt der 45-Jährige.

Den ersten Platz beim Hähnewettkrähen holte sich indes Klaus Pomper aus Oberwiera, dessen Hahn es auf 95 Anschläge brachte. In der Kategorie "Bester Hase" landete Züchter Matthias Baumgart (Glauchau) vorn. Hans-Joachim Bergner (Waldenburg) siegte in der Kategorie "Beste Häsin". Und den Preis für die "Beste Zuchtgruppe" fuhr Uwe Aepler (Wolkenburg) ein.

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