Zweiter Bewerber für Bürgermeisterposten

Der 31-jährige Marcel Pohlers ist vor vier Jahren nach Oberwiera gezogen. Jetzt will er die Bürger von sich als zukünftigen Gemeindechef überzeugen.

Waldenburg.

Bis zur Wahl eines neuen Oberwieraer Gemeindeoberhauptes im November ist noch Zeit. "Aber als Zugezogener bin ich den Bürgern weniger bekannt als ein Alteingesessener", sagt Marcel Pohlers. Wenn im Dezember die Amtszeit des jetzigen Bürgermeisters Bernd Geringswald zu Ende geht, kann sich der 31-Jährige vorstellen, die Geschicke der Gemeinde in seine Hände zu nehmen. Er möchte sich zur Bürgermeisterwahl in Oberwiera stellen. Damit ist er neben Patrick Simmel der Zweite, der Interesse am ehrenamtlichen Bürgermeisteramt bekundet.

Pohlers, der vor vier Jahren in die Gemeinde zog, lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in einem Eigenheim. 2012 habe er nach einem Grundstück gesucht, das in der Nähe seines vorherigen Wohnortes, dem Waldenburger Ortsteil Schwaben, liegt. "Da ein Teil meiner Verwandtschaft in Wickersdorf lebt, wurden wir auf ein Grundstück in Oberwiera aufmerksam", sagt Pohlers. Besonders schätze er das dörfliche Flair und den kurzen Weg zur Kindertagesstätte im Dorf. Die Einrichtung möchte er während seiner Amtszeit als Aushängeschild der Gemeinde etablieren. "Nachdem die Schule im Ort vor einigen Jahren schließen musste, bleibt nur noch der Kindergarten, der für viele eine Art Begegnungsstätte ist." Die Mittelschule in Oberwiera wurde 2004 geschlossen. Die Schule mit den Profilen Hauswirtschaft und Technik konnte die damals erforderlichen 40 Schüler pro Jahrgang nicht mehr aufbringen. Inzwischen ist das Gebäude umgebaut und wird als Gemeindezentrum genutzt.


Pohlers liege besonders der Ausbau der Kinder- und Jugendinfrastruktur sowie -arbeit am Herzen. Zwölf Jahre lang war er ehrenamtlich als Vereinsvorsitzender im Jugendclub Schwaben aktiv. Seit diesem Jahr unterstützt er den Verein im Vorstand. Weiterhin möchte er Unternehmen bei der Suche nach Auszubildenden und Arbeitnehmern in Zusammenarbeit mit anliegenden Kommunen und Schulträgern unterstützen, als Bindeglied zwischen den Vereinen die Kommunikation und Zusammenarbeit untereinander verbessern sowie Bauland und leer stehende Immobilien auf der Internetseite der Gemeinde auflisten. "Bei alledem ist mir wichtig, für die Einwohner als Ansprechpartner da zu sein", sagt der 31-jährige. Einem Zusammenschluss mit der Stadt Waldenburg und der Gemeinde Remse, über die vor einigen Jahren diskutiert wurde, stehe er kritisch gegenüber. Alle drei Kommunen bilden derzeit eine Verwaltungsgemeinschaft. Schon seit Langem verfolge der Verwaltungsfachangestellte, der seit dem Jahr 2009 beim Landratsamt in Zwickau angestellt ist, mit großem Interesse die hiesige Kommunalpolitik. "Meiner Meinung nach kann man in der Kommunalpolitik noch viel bewegen", sagt Marcel Pohlers. Um sich auf seine Tätigkeit als Bürgermeister konzentrieren zu können, könnte er sich vorstellen, nur noch halbtags in seinem jetzigen Beruf zu arbeiten.

Als Mitglied der freien Wählergemeinschaft "Oberes Wieratal" plant Marcel Pohlers im Herbst eine Informationsveranstaltung mit weiteren Bewerbern für die Bürger der Gemeinde.

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