150-mal "angezapft"

Der DRK-Kreisverband hat mit einem feierlichen Empfang in der Crimmitschauer "Residenzklause" langjährige Blutspender ausgezeichnet.

Crimmitschau.

Ginge es nach Klaus Wetzel und Wolfgang Fischer, dürfte es beim Blutspenden keine Altersbegrenzung geben. "Ich habe nach meinem 71. Geburtstag schon einmal mit dem Spenden aufgehört und war nach der Erhöhung der Altersgrenze sofort wieder dabei", erklärt Klaus Wetzel. Der 73-Jährige aus Werdau schaffte dadurch unlängst die 150. Blutspende, wofür der Rentner am Freitagabend ausgezeichnet wurde. "Inzwischen hat mir mein Arzt aus Altersgründen vom Blutspenden abgeraten, obwohl ich mich auch nach den letzten Spenden wohl gefühlt habe", verriet der Werdauer, welcher seit 1973 regelmäßig sein Blut zur Verfügung stellte. "Ganz am Anfang war ich in einem Haus des Zwickauer HBK, dann war ich in der Werdauer Poliklinik und am Ende bei den Johannitern und in der Pleißentalklinik", zählte er seine Spendenstationen auf. Allerdings konnte Klaus Wetzel bedingt durch seine damalige Arbeit immer nur an Samstagen spenden gehen. Davon ging er aber auch als Rentner nicht ab.

Und Wolfgang Fischer aus Neukirchen kann sich gut vorstellen, nach Möglichkeit bis an sein Lebensende Blut zu spenden. "Nach den geltenden Regeln ist für mich aber in diesem Jahr Feierabend", sagte der 72-Jährige. Ein schwerer Arbeitsunfall hat ihn vor mehr als 40 Jahren dazu gebracht, selbst Blutspender zu werden. "Damals habe ich darauf gehofft, dass ich durch das Blut anderer am Leben bleiben kann", erinnert sich der drahtige Mann an seine Blutspende-Anfänge. Das war im Jahr 1974. Zudem hat Wolfgang Fischer eine eher seltene Blutgruppe, die bei Operationen besonders gefragt ist. "Wenn alles funktioniert, will ich im kommenden Jahr noch einmal beim Rennsteiglauf starten", nennt der Neukirchener ein festes Ziel. Der Hobbysportler hat unter anderem schon mehrfach die 100 Kilometer von Brühl und den langen Rennsteiglauf sowie die 24 Stunden von Apeldoorn in seinem Startbuch stehen.

Insgesamt wurden am Freitag 64 Frauen und Männer für ihre 50., 75., 100., 125. und 150. Blutspende ausgezeichnet. "Es ist an der Zeit, den Menschen einfach Danke zu sagen", betonte Simona Günther vom DRK-Blutspendedienst Nordost gegenüber den Blutspendern, die für sie zweifelsohne Lebensretter sind.

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