Bahnhofsumbau kommt nicht in Fahrt

Das markante Gebäude sollte schon lange verschwunden sein und an seiner Stelle ein moderner Haltepunkt stehen.

Werdau.

Endlich losgehen soll es in diesem Jahr am Werdauer Bahnhof und seinem Vorplatz. Das hatte Oberbürgermeister Stefan Czarnecki (CDU) in seiner Neujahrsrede den geladenen Gästen mitgeteilt. Schnelligkeit und Flexibilität seien mitunter nicht die Stärken der Deutschen Bahn, so das Stadtoberhaupt. Seit rund sechs Jahren bemüht sich die Kommune darum, das Gebäude abzureißen, den Vorplatz umzugestalten, sodass der gesamte Komplex zu einem modernen Verkehrsknotenpunkt von Bus und Bahn wird.

"Unser Fördermittelantrag wurde in Abstimmung mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr präzisiert und fristgemäß im Oktober vorigen Jahres eingereicht", sagte der zuständige Fachbereichsleiter im Rathaus, Karsten Piehler. Das Vorhaben sei im ÖPNV-Landesinvestitionsprogramm mit Fördermitteln für Investitionen für 2020/21 enthalten. Geplant sei dieses Jahr die Herstellung des Baurechts für den Abriss des Bahnhofsgebäudes durch das Eisenbahnbundesamt. "Weiterhin sollen die Bauvorbereitungen für den Gebäudeabbruch 2020 sowie die Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes mit Neubau des Empfangsgebäudes 2021/2022 erfolgen."

Die aktuelle Gesamtkosten betragen rund 3,34 Millionen Euro, einschließlich aller Kosten der Deutschen Bahn, die für die Baufeldfreimachung mit der Verlegung von Bahnleitungen und für die Gleissperrungen erforderlich werden. Die Gesamtfinanzierung sei derzeit nicht geklärt, sagte Piehler. Das betreffe die Planungs- und Projektierungsleistungen, obwohl diese laut ÖPNV-Richtlinie grundsätzlich förderfähig seien. Dazu finden in den nächsten Wochen weitere Abstimmungen mit dem Wirtschaftsministerium statt. Weder der Freistaat noch die Deutsche Bahn AG wollen sich derzeit an den Kosten für die notwendige Baufeldfreimachung durch die Bahn beteiligen. "Ich vermisse jegliche Lösungsbereitschaft für dieses Problem. Der Stadt Werdau allein ist diese erhebliche Belastung nicht zumutbar", stellte Czarnecki klar. Darüber hinaus müsse das Baurecht für den Rückbau durch das Eisenbahnbundesamt noch erfolgen. Diese Genehmigungsplanungen konnten wegen der fehlenden Kostenbeteiligung noch nicht zu Ende geführt werden.

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