Marktfest: Eltern stehen in der Kritik

Stadt greift Hinweise aus dem Familienzentrum auf

Crimmitschau.

Nachdenkliche Töne kommen kurz nach dem Marktfest vom Team des Familienzentrums in Crimmitschau. Luise Langwald, die sich seit Herbst vergangenen Jahres mit weiteren Frauen ehrenamtlich um die Anlaufstelle für Familien kümmert, hat ihre Eindrücke zum Marktfest auf der Internet-Plattform Facebook veröffentlicht. Sie berichtet, dass eine Mutter ihr zwei- oder dreijähriges Kind "mit Schnuller im Mund und Kuscheltier im Arm gegen 23 Uhr alleine auf die Männertoilette geschickt hat". Auch andere Eltern seien, zum Teil deutlich alkoholisiert und mit kleinen Kindern, zu später Stunde auf der Crimmitschauer Festmeile unterwegs gewesen.

"Leider hat uns zutiefst bestürzt, wie viele Eltern bis in die Nacht mit Kleinkindern feiern gehen", schreibt Langwald und macht deutlich: "Kinder bedeuten auch, seinen eigenen Egoismus zurückzustellen und nach Hause zu gehen, wenn es vielleicht gerade am schönsten ist." Die Stadtverwaltung in Crimmitschau hat am Montag durch eine Anfrage der "Freien Presse" von den Problemen erfahren. Oberbürgermeister-Referent Stefan Aurich informierte, dass sich die Verantwortlichen in der Auswertung damit beschäftigen. "Es ist aber immer hilfreich, wenn wir auf dem direkten Weg informiert werden", sagte Aurich.


Was können Besucher, die zu später Stunde sichtbar alkoholisierte Eltern mit kleinen Kindern auf einem Fest sehen, tun? "Die Polizei informieren", rät Polizeisprecherin Christina Friedrich. (hof)

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