Sachse rückt Wiener Lokal ins rechte Licht

Wer in der Hauptstadt von Österreich etwas auf sich hält, war schon einmal im "Weißen Rauchfangkehrer" essen. Mario Dudacy aus Neukirchen war auch dort, jedoch beruflich.

Neukirchen/Wien.

Unweit vom Stephansdom, einem der Wahrzeichen von Wien, befindet sich das Restaurant "Zum weißen Rauchfangkehrer". Die Gaststätte zählt zu den bekanntesten und zugleich ältesten Einkehrstätten in der Wiener Altstadt. Das Lokal ist nicht nur bei den Einheimischen beliebt, sondern auch den Stars und Sternchen von Film und Fernsehen. Zu letzteren zählt Mario Dudacy aus Neukirchen nicht, jedoch zu den Gästen des "Rauchfangkehrers". Aus beruflichen Gründen.

Der Sachse erhielt vom Betreiber des Lokals den Auftrag, die Gaststätte für Werbezwecke ins rechte Licht zu rücken. Gedacht sind die Aufnahmen für die Internetpräsentation des Lokals. Der Besucher der Homepage soll einen möglichst realistischen Eindruck von den räumlichen Gegebenheiten erhalten und quasi einen optischen Rundgang durch die vier Zimmer des Lokals unternehmen können. Möglich macht das eine besondere Form der Fotografie, auf die sich Mario Dudacy spezialisiert hat. "Für die Panoramaaufnahmen habe ich vor Ort in Wien gut eine Stunde benötigt. Die meiste Zeit nimmt die Bearbeitung der Bilder zu Hause am Computer in Anspruch. Dafür geht ein ganzer Tag drauf", sagt der Experte. Am Ende entsteht so ein virtueller Rundgang in 360 Grad durch die jeweiligen Räume.

Was den Neukirchener am Lokal besonders begeistert, ist das Flair der Gaststätte. "Man kann in den Räumen auf Schritt und Tritt die österreichische Gemütlichkeit und auch Gastfreundlichkeit der Wiener spüren. Das Ganze auch optisch zu vermitteln, ist die besondere Herausforderung gewesen", sagt der Experte.

Was er allerdings mit der Kamera festhalten konnte, ist die Geschichte des Lokals. Der "Rauchfangkehrer", der um 1848 gegründet wurde, war einst das Zunftlokal der Altwiener Kaminpfleger. Einer davon verirrte sich im schwer beschwipsten Zustand in den Keller des Nachbarhauses und schlief in einem Mehltrog seinen Rausch aus. Weiß bestaubt stieg er am nächsten Morgen wie ein Mehlgeist aus dem Keller empor, mitten in den Frühschoppen der Rauchfangkehrermeister. Diese Episode gab dem Lokal den Namen. Ob sie stimmt, lässt sich heute nicht mehr überprüfen. Die Geschichte stammt aus einem alten Wiener Restaurantführer. Und: Der "Rauchfangkehrer" war das erste Restaurant von Franz Sacher, dem Erfinder der legendären Torte.

Dass gerade Mario Dudacy den Auftrag erhielt, ist kein Zufall. Der Sachse hat in Österreich und dabei hauptsächlich in Wien schon mehrere Projekte in der Art verwirklicht und sich dabei einen guten Namen erarbeitet. So weilte er vor ein paar Tagen zum wiederholten Male zur Realisierung eines Fotoauftrages für die Messe in der Hauptstadt der Alpenrepublik. "Da konnte ich das mit der Gaststätte gleich mit erledigen", sagt der Neukirchener.

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