Schneefall sorgt in der Region für Freude und Frust

Der Wintereinbruch war vorhergesagt. Trotzdem hat er am Mittwoch manchen Verkehrsteilnehmer überrascht. An einigen Stellen klemmte es.

Werdau/Crimmitschau.

Langanhaltende Schneefälle haben am Mittwochmorgen in der hiesigen Region an manchen Orten für Behinderungen im Straßenverkehr gesorgt. Doch viele hatten sich auch auf die winterlichen Bedingungen eingestellt. Und manche freuten sich sogar über den heftigen Flockenwirbel.

Winterdienst: 31 Fahrzeuge hat der Landkreis auf die Kreis-, Staats- und Bundesstraßen im Landkreis Zwickau geschickt. Sie waren ab 3Uhr im Einsatz. "Wir können nicht überall gleichzeitig sein. Auch weiße Straßen sind befahrbar. Wichtig ist, dass die Autofahrer ihren Fahrstil an die winterlichen Bedingungen anpassen", sagte Thomas Lobe, Leiter des Amtes für Straßenbau im Landkreis. Er sagte, dass im Zwei-Schicht-System gearbeitet wird. Die Mitarbeiter des Baubetriebshofes in Crimmitschau rollten ab 3 Uhr über die Straßen. Probleme gab es laut Stadt an der Karl-Marx-Straße und im Ortsteil Großpillingsdorf.


In den Bauhöfen der Gemeinden hatte man sich auf die winterlichen Bedingungen eingestellt. "Wir sind seit 6 Uhr im Einsatz", sagte der Neukirchener Bauhofchef Matthias Hlawa. "Größere Probleme gab es bisher nicht." In Neukirchen räumt außerdem eine Fremdfirma mit. Auch in Langenbernsdorf, wo die Fahrzeuge ab 4 Uhr im Räumeinsatz waren, gab es laut Bürgermeister Frank Rose (parteilos) früh keine Probleme. Die Feuerwehr musste in der Trünziger Straße einen Baum von der Fahrbahn räumen, der unter der Schneelast gebrochen war und auf ein Auto fiel. Verletzt wurde niemand. Der Werdauer Winterdienst war mit sieben Fahrzeugen und Unterstützung von drei Fremdfirmen zwischen 4 und 8 Uhr sowie 16 bis 20 Uhr im Einsatz.

Kindergärten: "Wir haben viele nasse Sachen und noch mehr glückliche Kinder", sagte Marie Tänzler, Leiterin der Kindertagesstätte "Kinderland" in Crimmitschau, am Mittwochmittag. Sie berichtete, dass die Mädchen und Jungen rund eine Stunde an der frischen Luft waren. Auch die Steppkes vom Fraureuther Kindergarten nutzten den Schnee zum Toben. "Wir haben das Gelände extra rodelfreudig angelegt", sagte Bürgermeister Matthias Topitsch (CDU).

Pflegedienst: Die Mitarbeiter des Pflegedienstes "Lebenslinien" von Ursula Knittel aus Crimmitschau waren nach dem Wintereinbruch etwas länger als an normalen Tagen auf den Straßen unterwegs. "Man muss etwas früher anfangen und sich gut organisieren. Es ist auf jeden Fall sportlich", sagte Ursula Knittel. Sie äußerte auch einen Wunsch an den Winterdienst: "Der Winter- einbruch kam nicht überraschend. Deshalb haben wir uns gewundert, dass an manchen Stellen vor unseren Mitarbeitern noch kein Schneepflug auf den Straßen unterwegs war."

Pleißentalklinik: Kein erhöhter Andrang herrschte am Mittwoch in der Notaufnahme der Pleißentalklinik in Werdau bis zum frühen Nachmittag aufgrund des Winterwetters, war aus dem Büro des Geschäftsführers zu erfahren.

Regionalverkehrsbetriebe: Der Wintereinbruch hat bei den Regionalverkehrsbetrieben Westsachsen (RVW) den Fahrplan gründlich durcheinander gewirbelt. "Auf allen Linien begann der Betrieb sehr schleppend", sagte Betriebsleiter Jörg Weigel. Vor allem an den Steigungen hatten Busse oft große Probleme. Auch der Schülerverkehr war betroffen. Ausfälle von Fahrten habe es keine gegeben. "Die Busse hatten teilweise sehr viel Verspätung." (vim)

Sportshop: Die Nachfrage nach Schlitten und Schneerutschern ist am Mittwoch nach dem ersten Flockenfall im Sportshop "Running Man" in Crimmitschau spürbar gestiegen. Auch Mützen und Handschuhe gehörten plötzlich zu den begehrten Dingen. "Wir merken, dass viele Kinder jetzt vom TV-Gerät weggelockt werden und an die frische Luft gehen", sagte Sportshop-Inhaber Jörn Hinze.

Volkssolidarität: Die rund 500 Portionen Mittagessen, die Mitarbeiter des Kreisverbandes Zwickauer Land der Volkssolidarität am Mittwoch im "Kinderland" in Crimmitschau gekocht haben und die unter anderem an die Kindereinrichtungen geliefert wurden, kamen zur Mittagszeit an. "Bei solch einem Wetter sollte man auch mal ein paar Minuten Verspätung in Kauf nehmen", sagte der Geschäftsführer des Wohlfahrtsverbandes, Steffen Gruna.

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