Schützen festigen ihre Freundschaft

Die Mitglieder des Lauenhainer Vereins und aus dem polnischen Babimost treffen sich regelmäßig. Bei den Besuchen geht es aber nicht nur ums Schießen.

Lauenhain.

Obwohl zwischen dem Crimmitschauer Ortsteil Lauenhain und dem polnischen Babimost in der Woiwodschaft Lubrskie knapp 380 Kilometer liegen, haben die Schützenvereine beider Ortschaften mindestens eine Gemeinsamkeit: Einen Schützenkönig, der sich jeweils in zwei aufeinander folgenden Jahren den Titel holte. "Ich habe das aber zuerst geschafft", sagte Eberhard Schröter, der in diesem Jahr allerdings die Königskette an Chris- tian Jacob weitergegeben musste. Im Gegensatz dazu ist Aleksander Waberski aus Babimost der amtierende König seines Vereins, der erstmals im Jahr 1513 urkundlich erwähnt wurde. "Die Reaktivierung unseres Vereins fand 1998 statt, derzeit sind wir um die 30 Mitglieder und haben als einzige Gilde in ganz Polen eine Böllergruppe mit fünf Schützen", sagte der 54-Jährige in sehr gut verständlichem Deutsch.

Mitglieder des Schützenvereins aus Babimost waren am Wochen- ende zu Besuch in Lauenhain. "Als wir im April in Polen waren, trug Eberhard Schröter noch die Kette des Schützenkönigs", sagte dessen Nachfolger Christian Jacob, der gemeinsam mit dem Lauenhainer Vereinschef Bernd Schröder ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt hat. Neben einem kleinen Schießwettbewerb auf der Anlage in Mosel gehörte auch ein Besuch in Zwickau dazu. In der Muldestadt wurden unter anderem das Horchmuseum und die Priesterhäuser besichtigt. Und im Lauenhainer Gemeindehaus gab es einen geselligen Abend. "Die Freundschaft zwischen unseren Vereinen besteht seit dem 18. Juni 2011. Wir hatten uns bei einem Treffen der sächsischen Schützen kennengelernt. Jetzt besuchen wir uns regelmäßig", sagte Christian Jacob.

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