Sterngucker mit Extra-Wunsch an Dachdecker

Das Dach der Sternwarte in Crimmitschau ist undicht. Für die Erneuerung stehen 44.500 Euro zur Verfügung. Bei dem Projekt gibt es eine Besonderheit.

Crimmitschau.

Die Sternwarte, die sich an der Lindenstraße in Crimmitschau befindet, bekommt ein neues Dach. Die Kosten belaufen sich auf 44.500 Euro. Die Stadträte gaben zur Sitzung des Technischen Ausschusses am Montagabend grünes Licht für das Projekt. Die Arbeiten sollen im September und Oktober über die Bühne gehen.

Bei der Auswahl der Baumaterialien gibt es - aufgrund der Nutzung des Gebäudes - eine Besonderheit: Für die weißen Dachbahnen wird ein thermoplastisch glasfaserverstärktes Polyolefin verwendet. "Ein schwarzes Material würde sich durch die Sonneneinstrahlung zusätzlich aufheizen und in den Abendstunden für ein Flimmern sorgen, welches die Beobachtung beeinträchtigen würde", sagt Frank Andreas, Leiter der Sternwarte. Bau-Fachbereichsleiter Götz Müller ergänzt, dass das Material auf der Oberfläche des Sternwarten-Dachs nicht spiegeln darf.


Das aktuelle Dach bereitet bereits seit zehn Jahren einige Probleme, steht in der Beschlussvorlage für die Sitzung des Technischen Ausschusses. Der Belag sei aufgerissen, die Nähte würden aufplatzen. Dazu komme die Vermoosung. Den vermehrten Schadstellen könne die Stadt mit Reparaturen nicht mehr nachkommen. Deshalb wäre die komplette Erneuerung des Dachs erforderlich, auch um Folgeschäden durch einen Wassereintritt zu verhindern.

Für das Bauvorhaben muss am Gebäude, in dem sich auch das Kinderhaus "Sterntaler" befindet, in den nächsten Wochen ein Schutzgerüst aufgestellt werden. Blitzschutz und alte Dachbahnen sollen entfernt werden. Je nach Bedarf macht sich die Reparatur an Tragwerk- und Schalungsabschnitten erforderlich. Zudem wird das Dach - mit der eingangs schon beschriebenen Variante - verschlossen. Ein Austausch der Dachrinne macht sich nicht erforderlich.

Im Haushaltsplan der Stadtverwaltung in Crimmitschau für das laufende Jahr waren keine Mittel für die Erneuerung des Sternwarten-Daches eingeplant. Deshalb soll auf Gelder aus anderen Projekten zurückgegriffen werden. Für die Sanierung der Böschung an der Zeitzer Straße werden 10.000 Euro weniger als geplant benötigt. Die Mittel fließen nun ebenso in die Sternwarte wie 14.500 Euro, die zusätzlich an Verwaltungsgebühren in der unteren Bauaufsichtsbehörde eingenommen werden können. Zudem wird Geld, was für Garderobenschränke in der Grundschule in Frankenhausen geplant war, in die Sternwarte umgeleitet.

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