Tierheim Vielauer Wald: Ende Juni gibt es Klarheit

Crimmitschau und Werdau bringen Fundtiere nach Vielau. Crimmitschau sieht jetzt Handlungsbedarf, Werdau noch nicht.

Crimmitschau/Werdau.

Mitarbeiter der Stadtverwaltung in Crimmitschau werden in den nächsten Wochen die Entwicklung im Tierheim "Vielauer Wald" beobachten. Das Tierheim droht den lukrativen Vertrag mit der Stadt Zwickau zur Unterbringung der Fundtiere zu verlieren und würde dann nach Angaben von Chefin Claudia Ruf wohl schließen müssen. Damit müsste sich Crimmitschau einen neuen Partner für die Fundtier-Aufnahme suchen.

"Wir müssen die Entwicklung in den nächsten Wochen abwarten", sagt Karin Schnupp, Leiterin des Fachbereichs für öffentliche Ordnung und Sicherheit. Sie informiert, dass beide Seiten den Vertrag bis zum 30. Juni kündigen und damit die Zusammenarbeit zum Ende des Jahres beenden können. "Falls der Tierschutzverein den Vertrag kündigt, müssten wir eine öffentliche Ausschreibung durchführen und andere Tierheime um ein Angebot bitten", sagt Schnupp.


Der Verwaltungsausschuss hat sich bei seiner jüngsten Zusammenkunft mit der Unterbringung der Fundtiere beschäftigt. Das Thema kam aufgrund einer Petition, die ein Einwohner aus Crimmitschau eingereicht hatte, auf die Tagesordnung. Die Stadträte legten bei einer Stimmenthaltung von Stephan Gergaut (Für Crimmitschau) fest, dass die Petition zurückgewiesen und die Zusammenarbeit mit dem Tierheim "Vielauer Wald" fortgesetzt werden soll. Die Kooperation läuft bereits seit 1997. "Wir sind mit der Vertragserfüllung zufrieden. Auch zusätzlichen Anforderungen, die nicht Bestandteil unseres Rahmenvertrages sind, stehen die Verantwortlichen des Tierschutzvereins aufgeschlossen gegenüber", sagt Karin Schnupp. Die Kosten für die Unterbringung der Fundtiere liegen - je nach Einwohnerzahl - zwischen 17.000 und 18.000 Euro im Jahr.

Die Stadt Werdau sieht den Entwicklungen im Vielauer Wald gelassen entgegen, einer möglichen Schließung der Einrichtung zum Jahresende zum Trotz. "Wir haben mit dem Tierschutzverein Zwickau einen unbefristeten Vertrag", sagt der Fachbereichsleiter für öffentliche Sicherheit und Ordnung im Rathaus, Florian Kieslich, der nicht glaubt, dass die gesamte Tierschutzarbeit in Vielau zusammenbricht, wenn die Stadt Zwickau den Vertrag kündigt.

Die Stadt Werdau sei als Fundbehörde für die Verwahrung von Fundtieren für das Stadtgebiet sowie die Ortsteile zuständig. In der Vergangenheit wurden jährlich zwischen 40 und 50 Tiere in der Einrichtung im Vielauer Wald untergebracht und versorgt. "Dies sind in der Regel Katzen und Hunde", sagt Kieslich. Die Entwicklungen in Zwickau beträfen dieses Vertragsverhältnis nicht, da jede Gemeinde beziehungsweise jede Stadt sich dem Thema Fundtierverwahrung selbst widmen muss. "Innerhalb der letzten Angebotseinholung wurden neben den Kosten auch verschiedene Leistungsmerkmale abgefragt, darunter fallen auch der Tiertransport sowie Reaktionszeiten für Behörden. Der Vertrag wird ordnungsgemäß erfüllt." Ein Wechsel zugunsten einer anderen Einrichtung sei nicht vorgesehen.

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