Unternehmer spendet 20 Bänke fürs Bad

Mehrfach hat ein Fraureuther Firmeninhaber als Geschäfts- und Privatmann Vorhaben im Dorf unterstützt. Jetzt erneut. Warum macht er das?

Fraureuth.

Das Waldbad in Fraureuth gehört zu den beliebtesten Freibädern in der Region Westsachsen. Seit Saisonbeginn zählte die Einrichtung am Rande des Werdauer Waldes rund 23.000 Besucher. "Damit haben wir schon jetzt das Rekordergebnis aus dem Jahre 2016 erreicht. Hält das heiße und sonnige Wetter bis zum Saisonschluss am 9.September an, wird das eine Topsaison", sagt Bürgermeister Matthias Topitsch (CDU).

Vor zwei Jahren war das Bad nach erfolgter Sanierung wieder eröffnet worden. Was im Zuge der Arbeiten nicht mit erledigt wurde, war eine Erneuerung der vorhandenen Bänke beziehungsweise die Aufstockung der Sitzgelegenheiten im Gelände. "Das war nicht Bestandteil der Sanierung. Bisher fehlte uns als Kommune auch das Geld für solche Neuanschaffungen", sagt das Gemeindeoberhaupt. Die Kommune kaufte vorerst nur eine Bank, sozusagen als Beratungsmuster. "Wir wollten testen, ob das Modell auch bei den Gästen Anklang findet", so Topitsch.

Die Resonanz war positiv. In Absprache mit dem Gemeindeoberhaupt begab sich Dietmar Philipp, in dessen Zuständigkeitsbereich als Verantwortlicher für Ordnung und Sicherheit in der Verwaltung auch das Freibad fällt, vor ein paar Wochen auf Sponsorensuche im Ort und stieß bei dem Geschäftsführer der Firma Spindel- und Lagerungstechnik (SLF), Frank Schlegel, auf offene Ohren. Der Unternehmer erklärte sich bereit, zehn Bänke als Geschäftsmann sowie zehn weitere Bänke als Privatperson gemeinsam mit seiner Frau Andrea für das Bad zu bezahlen. "Ein Großteil der Beschäftigen im Unternehmen kommt aus der Gemeinde. Ich möchte, dass nicht nur das Klima in der Firma stimmt, sondern sich die Mitarbeiter und deren Familien auch hier im Dorf wohl fühlen", begründet der Geschäftsführer des mit rund 330 Beschäftigten größten Unternehmens in der Gemeinde Fraureuth sein Engagement.

Frank Schlegel hat nicht zum ersten Mal Vorhaben im Dorf unterstützt, für deren Umsetzung der Kommune die nötigen Mittel fehlen. Und zwar ohne großes Tamtam. Dabei achtet der 60-Jährige darauf, dass alle vier Ortsteile gleich bedacht werden. "Ich will da keine Unterschiede machen. Fraureuth ist eine Gemeinde", sagt er.

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