Verkehrsknotenpunkt wird zum Kreisel

An der Annoncenuhr in Werdau rollen heute die Bagger vor. Vier Monate lang wird der Bereich umgestaltet. Und dafür voll gesperrt.

Werdau.

Auf Umleitungen und Behinderung müssen sich Anwohner, Gewerbetreibende und Kraftfahrer bis Mitte Dezember in der Werdauer Innenstadt einstellen. "Freie Presse" fasst die wichtigsten Fakten zum Ausbau der Kreuzung Poststraße/August-Bebel-Straße zusammen.

Bauablauf: Die Firma Schulze aus Steinpleis beginnt heute früh mit Fräsarbeiten. Danach finden Such- schachtungen nach jenen Versorgungsleitungen statt, die nicht genau in Plänen verzeichnet sind. Es folgt die Verlegung einer provisorischen Trinkwasserleitung, anschließend wird dieses Versorgungsnetz erneuert. Später folgen der Kanalbau und die Installation aller Hausanschlüsse in dem Bereich. Dann ist der Straßenbau dran. Die Firma wird laut ihrem Chef Frank Schulze mit zwei Mannschaften arbeiten. Der Polier ist als Ansprechpartner stets vor Ort.

Bauausführung: Nachdem alle Versorgungsleitungen, unter anderem von Stadt- und Wasserwerken neu verlegt worden sind, wird der Kreuzungsbereich zum Kreisverkehr umgestaltet. Dieser wird einen Durchmesser von 16 Metern haben und bekommt eine um vier Zentimeter erhöhte Mittelinsel. Diese kann von Bussen und Lkw überfahren werden. An allen vier Straßenabzweigungen werden Fußgängerüberwege angelegt, die barrierefrei sind. Die gesamte Baumaßnahme kostet rund 1 Million Euro. Den größten Anteil tragen die Wasserwerke mit circa 738.000 Euro.

Parksituation: Die Stellplätze auf dem Parkplatz Annoncenuhr bleiben. Dieses Gelände ist auch während der Bauphase geöffnet. Anlieger hatten gebeten, spezielle Stellplätze für sie auszuweisen. Das wird geprüft. Auf dem wilden Parkplatz an der Bebelstraße wird die Baustelleneinrichtung stehen.

Umleitungen: Die Umleitung für Autos erfolgt über Straße der Jugend, Braustraße, Humboldtstraße, Ziegelstraße. Gewerbetreibende wie Fleischermeister Andreas Heyer oder Orthopädie-Schuhmachermeister Nikolaus Göpel kritisieren, dass derzeit in der Südstadt wegen zahlreicher Baustellen kaum ein Durchkommen sei. Ein Lichtblick: Die Sperrung der Plauenschen Straße wird Mitte September Geschichte sein, sagte ein Vertreter der Wasserwerke.

Busverkehr: Die Busse des Regionalverkehrs Westsachsen folgen mit ihren Linien 129, 160 bis 165 sowie 812 nicht der festgelegten Umleitung. Das hat zur Folge, dass sie an den Haltestellen August-Bebel-Straße/Einmündung Ziegelstraße und Zwickauer Straße in Werdau nicht halten. Ersatzhaltestellen befinden sich an der Humboldtstraße beziehungsweise der Uhlandstraße. Der Busbetrieb Wendler - Linie 168 - fährt die Haltestellen Bebelstraße und Ziegelstraße aber weiterhin an.

Annoncenuhr: Das Werdauer Wahrzeichen wird während der Zeit der Bauphase generalüberholt. Wo die Uhr ihren endgültigen Standort erhalten soll, ist laut Fachbereichsleiter Bau, Karsten Piehler, noch nicht geklärt. Wahrscheinlich wird sie ein Stück weiter auf den Parkplatz gerückt.

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