Voller Einsatz - Im Sport, im Dorf oder einfach im Alltag

Crimmitschauerin wird "Heldin des Alltags". Viele Blankenhainer organisieren den Weihnachtsmarkt. Ein Apotheker steht an der Spitze des Hospiz-Vereins.

Frank Hübschmann (63), der als Kommentator für den Internet-Kanal "Sprade TV" über die Heimspiele des Eishockey-Zweitligisten Eis- piraten Crimmitschau berichtet, kommt nun auch in den Drittel- pausen ins Schwitzen. Der Grund: Er holt sich jeweils einen Profi aus jeder Mannschaft zu einem Kurz-Interview ans Mikrofon. In der ersten Drittelpause spricht er mit einem Spieler der Gäste. In der zweiten Drittelpause ist ein Eispiraten-Akteur an der Reihe. Die Interviewpartner werden schon vor dem ersten Bully ausgewählt. "Das stimme ich auf recht kurzem Weg mit den Trainern der Gäste ab", sagt Frank Hübschmann, der schon seit vielen Jahren die Entwicklung der Eis- hockey-Teams aus Crimmitschau begleitet und über großes Fachwissen verfügt. Die Kurz-Interviews, die direkt in die Wohnzimmer der Anhänger übertragen werden, dauern nur zwischen 60 und 90 Sekunden - "Weil die Spieler meistens schnell zu ihren Kollegen in die Kabine wollen", sagt Hübschmann. (hof)

Mario Opitz (46), Ortsvorsteher von Blankenhain, kann sich auf die Vereine aus dem Crimmitschauer Ortsteil verlassen. Dadurch lässt sich in einer unglaublich kurzen Zeit ein Weihnachtsmarkt vorbereiten. Die Veranstaltung findet am Sonntag im Hof des Vereinshauses "Lindenhof" statt. Los geht's 15 Uhr. Es gibt unter anderem gebrannte Mandeln, Kesselgulasch und heiße Waffeln. 16.30 Uhr treten die Faschingszwerge auf. Der Lampionumzug beginnt 17 Uhr. "An manchen Stellen müssen wir bestimmt etwas improvisieren", sagt Mario Opitz. Er hatte sich am 26. November mit den Vertretern der Vereine zu einer ersten Vorbereitungsrunde getroffen. Dabei wurden die Aufgaben verteilt und das Programm zusammengestellt. Unterstützung gibt es vom Sportverein, vom Faschingsclub und dem Feuerwehrverein. In der Vergangenheit fand der Weihnachtsmarkt stets auf dem Reiterhof der Familie Koch statt. Sie kann ihn aus Altersgründen nicht mehr organisieren. "Deshalb springen nun die Vereine in die Bresche. Ich freue mich als Ortsvorsteher, dass die Leutesomitziehen",sagtOpitz. (hof)

Ilona Stelina (74), Rentnerin aus Crimmitschau, hat vor wenigen Tagen von der Bürgergemeinschaft Für Crimmitschau die Auszeichnung mit dem Titel "Helden des Alltags" erhalten. Marion Kirchhübel und Thomas Gömbi, Vorstandsmitglieder der Bürgergemeinschaft, übergaben ihr neben einer Urkunde auch einen Präsentkorb und einen neuen Kurzmantel für den Winter. Ilona Stelina unterstützt bereits seit einem Vierteljahrhundert das Tiergehege im Sahnpark. Sie sammelt Kastanien und übernimmt Tierpatenschaften. Zudem engagiert sie sich im Weißen Ring, im Deutschen Roten Kreuz, im Heimatverein und im Förderverein für Städtepartnerschaft. Zudem nahm sie im September am Archelauf teil. "Es gibt wohl nicht viele Menschen in Crimmitschau, die sich derart vielseitig engagieren und trotz bescheidener eigener Mittel selbstlos an so vielen Stellen helfen", sagt Alexander Trommler, Vorstandsmitglied der Bürger- gemeinschaft. Die Auszeichnung "Helden des Alltags" wird seit dem Herbst einmal im Monat verliehen. (hof)

Volker Hoff, Apotheker aus Werdau, ist am Mittwoch zum Vorsitzendes des Förderkreises für das Hospiz in Werdau gewählt worden. Dem Gremium gehören außerdem Cornelius Coburger, Michele Löffler und Ramona Badura an. Die vorgeschlagenen Kandidaten wurden jeweils einstimmig von den 15 anwesenden Förderkreis-Mitgliedern gewählt. Als kooptiertes Mitglied des Förderkreis-Vorstandes war auch Werdaus Oberbürgermeister Stefan Czarnecki anwesend. Die Veranstaltung fand in den Räumen der Kreisverbandes der Volkssolidarität an der Unteren Holzstraße statt. Der Termin wurde bewusst gewählt: Am 5. Dezember fand der Internationale Tag des Ehrenamtes statt. (umü)

Noah Schwarzenberger (15), Schüler der Diesterwegoberschule in Werdau, war zu einem vierwöchigen Aufenthalt auf Malta. Der Langenhessener war einer von 35 Schülern aus dem Freistaat Sachsen, der ein Auslands-Stipen- dium des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus erhalten hatte. "Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Erfahrung machen durfte. Und ich kann es jedem nur empfehlen, sich zu bewerben. Ich konnte neue Kontakte knüpfen, neue Freunde finden und die Insel erkunden", lautete das rundum positive Resümee des Jugendlichen nach seiner Rückkehr. Seine Englischkenntnisse haben durch den Alltag bei Gastmutter Adelyse, eine 40-jährigen Brasilianerin, und durch den Unterricht in einem Collage in der Hauptstadt Valletta, merkliche Fortschritte gemacht. "Wenn mir noch einmal solch eine Möglichkeit geboten wird, werde ich sie auf jeden Fall wieder ergreifen", ist sich der Teenager sicher, dessen Lieblingsfach Sport ist. Das Auslandsstipendium wird seit 2010 durch das Kultusministerium vergeben. Voraussetzung dafür sind gute Sprachkenntnisse und ehrenamtliches Engagement. Noah Schwarzenberger spielt in seiner Freizeit Posaune und Fußball. (rdl)

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