Warnstreik geht heute weiter

Den Beschäftigten der Pleißentalklinik fehlen 240 Euro Gehalt. Dafür sind sie am Donnerstag auf die Straße gegangen.

Werdau.

240 Euro zu wenig Lohn haben laut Gewerkschaft die Beschäftigten der Werdauer Pleißentalklinik. "Die Schere zwischen dem Gehalt, das das Krankenhaus zahlt und den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst klafft damit noch zu weit auseinander", sagte am Donnerstag Verdi-Gewerkschaftssekretärin Simone Bovensiepen. Sie führte den Zug von rund 70 Mitarbeitern der Einrichtung aus dem Pflegebereich, der Küche, den Hausmeisterdiensten und der Verwaltung an, der von der Pleißentalklinik bis auf den Werdauer Markt zog. "Die Geschäftsführung ist auf einem guten Weg, uns ein akzeptables Angebot zu machen. Es gibt immer noch Reserven", so die Gewerkschafterin.

Die Klinikleitung hatte für dieses Jahr eine Lohnerhöhung von drei Prozent angeboten. Verdi fordert aber vier Prozent für die rund 400 Beschäftigten, von denen knapp die Hälfte gewerkschaftlich organisiert ist. Innerhalb der vergangenen vier Jahre habe die Pleißentalklinik mit den Tariferhöhungen verbundene Lohnmehrkosten von 1,95 Millionen Euro gehabt, sagte Geschäftsführer Uwe Hantzsch.

Die derzeitigen Investitionen an der Einrichtung in Trägerschaft des Landkreises Zwickau sieht er als zwingend notwendig, um die Zukunft der Pleißentalklinik zu sichern. Das Geld dafür werde aus der Rücklage genommen. Fördermittel vom Freistaat gebe es keine. Diesen Schritt kann die Gewerkschaft nicht nachvollziehen. "Dieses Geld kommt sozusagen von den Beschäftigten. Es fehlt ihnen in der Lohntüte", sagte Bovensiepen. Der Streik wird ihrer Aussage nach heute ganztägig fortgesetzt.

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