Werdau lässt mehr Straßen kehren

Anliegern viel befahrener Durchfahrtsstrecken, vor allem in den Ortsteilen, wird die Reinigungspflicht wieder abgenommen.

Werdau.

Ab August werden wieder mehr Straßen in Werdau und den Ortsteilen durch Maschinen gekehrt. Der Stadtrat hatte auf seiner letzten Zusammenkunft in alter Besetzung der Änderung der Satzung über die Übertragung der Straßenreinigungspflicht zugestimmt. Konkret heißt das, dass zu den bereits jetzt durch Kehrmaschinen gereinigten Verkehrsadern noch einmal 20 Kilometer hinzukommen. Vor allem sind das Straßen in den Ortsteilen, wie in Leubnitz die Wettinerstraße und in Königswalde die Königsstraße. Die jährlichen Gesamtkosten für die Reinigung erhöhen sich um rund 8200 Euro auf nunmehr 17.500 Euro. Gekehrt werden soll montags aller 14 Tage.

Im Juni 2016 wurde mit einem knappen Mehrheitsbeschluss des Stadtrates die bislang geltende Gebührensatzung für die Straßenreinigung in Werdau außer Kraft gesetzt. Das bedeutete, dass Anlieger seitdem selbst zu Besen und Schaufel greifen müssen und neben ihrem Stück Fußweg auch bis zur Straßenmitte und das Schnittgerinne zu reinigen haben. Nur an sehr stark befahrenen Ortsdurchfahrten ließ die Stadt auf ihre Kosten die Kehrmaschinen weiterhin rollen. Um alles andere sollten sich ab diesem Zeitpunkt die Anwohner kümmern. Dabei setzte die Verwaltung auch auf Selbstkontrolle durch aufmerksame Nachbarn und wollte sich gleichzeitig den Verwaltungsaufwand in Bezug auf die Rechnungen und Mahnungen sparen. Im September vergangenen Jahres stellte dann die CDU-Fraktion im Stadtrat den Antrag, diese Regelung noch einmal zu überarbeiten. Anliegern viel befahrener Straßen sei es schlichtweg nicht zuzumuten, selbst zum Besen zu greifen, weil das Gefahr für Leib und Leben bedeute. Außerdem kämen viele ihrer Reinigungspflicht nicht mehr nach.


Der Ortsvorsteher von Königswalde, Bernd Gerber (Freie Wähler), begrüßte es, dass Durchfahrts- straßen in den Ortsteilen wieder in das Kehrverzeichnis aufgenommen worden sind. "Jetzt muss man abwarten, ob und wie sich die Situa- tion dadurch verbessert. An vielen Straßen sieht es schlimm aus."

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