Werdauer Altlast kann jetzt beseitigt werden

Landesdirektion gewährt Fördermittel für Standort eines altes Gaswerkes

Chemnitz/Werdau.

Die Landesdirektion Sachsen hat der Stadt Werdau Fördermittel in Höhe von rund 900.000 Euro für eine Altlastbeseitigung auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerkes am nördlichen Stadtrand bewilligt. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung der Behörde hervor. Auf dem ehemaligen Gaswerkstandort wurde eine erhebliche Bodenverunreinigung festgestellt. Schadstoffe waren dabei auch im Grundwasser nachweisbar. "Im betreffenden Bereich soll der kontaminierte Boden daher ausgetauscht und die verunreinigte Erde fachgerecht verwertet werden. Die durch den Bodenaustausch entstandene Grube wird nach Abschluss der Sanierung mit unbelasteter Erde verfüllt. Damit soll eine deutliche Reduzierung der Schadstoffmenge im Boden sowie der Grundwasserbelastung erreicht werden", schildert Holm Felber von der Sächsischen Landesdirektion das bevorstehende Prozedere. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 1.135.000 Euro. Für 80 Prozent dieser Summe werden Fördermittel bereitgestellt. Die verbleibenden 20 Prozent bringt die Stadt Werdau auf.

In einem Teilbereich des 1856/57 gegründeten Gaswerkgeländes wurden bereits im Jahr 2002 die mit Abfällen aus der Gaserzeugung gefüllten Teergruben beräumt. Im Oktober 2017 wurde das Gebäude des Gaswerkes Werdau schließlich abgerissen. "Wir haben als Stadt auf dem Gelände schon einiges investiert, um Gefahren von Passanten und den Nachbarn abzuwenden. Die entsprechenden Abrissmaßnahmen am Gebäude mussten aus der Stadtkasse finanziert werden", sagte der Werdauer Oberbürgermeister Stefan Czarnecki (CDU) im Jahr 2016. Damals waren die Fördermittel aufgebraucht. Die Stadt Werdau hoffte nun seit dieser Zeit auf eine Nachförderung.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...