Zwickauer OB kritisiert rasende VW-Arbeiter

Beschwerden in den Stadtteilen über fehlende Rücksicht häufen sich

Zwickau.

Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) hat an die Beschäftigten des Zwickauer Volkswagen-Werks appelliert, auf dem Weg von und zu der Arbeit rücksichtsvoller zu fahren. Aufgrund der vielen Beschwerden, die regelmäßig in den Ortsteilen über den Fahrstil von VW-Schichtarbeitern geäußert werden, sagte Findeiß während einer Einwohnerversammlung im Ortsteil Mosel, diese Verhaltensweise beschädige das Ansehen des größten Arbeitgebers in der Region und sei darüber hinaus unnötig. Sie kündigte an, für die VW-Betriebszeitung einen Gastbeitrag zu schreiben, in dem sie darauf hinweisen wolle. Das habe sie schon einmal vor einigen Jahren getan, und es sei an der Zeit, das Thema wieder aufzugreifen.

Auf der Einwohnerversammlung in Mosel, zu der Bewohner der nördlichen Stadtteile eingeladen waren, hatten sich Teilnehmer über den rücksichtslosen Fahrstil von Autos mit Wolfsburger Kennzeichen beschwert. Demnach würden diese regelmäßig auf dem Weg von und zu der Arbeit die großen, ausgebauten Straßen vermeiden und lieber den direkten Weg zu ihren jeweiligen Wohnorten wählen, auch wenn dieser durch Wohngebiete und enge Ortslagen verlaufe. Findeiß zufolge kommen ähnliche Beschwerden regelmäßig in allen Stadtteilen zur Sprache.

Allerdings blieb die Oberbürgermeisterin vage, was den vermehrten Einsatz von Blitzern an betroffenen Straßen zu Zeiten des Schichtwechsels anging. Das hatten Anwohner gefordert. Eine konkrete Zusage, mehr Kontrollen durchzuführen, machte die Stadtchefin nicht.

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1Kommentare
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  • 5
    0
    Caktusjack2
    12.12.2018

    Beim täglichen passieren des Mosler Tunnels auf der B93 und den Abfahrten für VW kann man ständig Raserei und Rücksichtslose Fahrmanöver beobachten. Kurz vor den Abfahrten wird noch auf der Bundesstraße auf den letzten Metern links überholt und dann scharf rechts eingeschärt, um den Abzweigen zu VW zu nehmen. Bei erlauben 70 Km/h im Tunnel sind die WOB-Kennzeichenfahrer deutlich schneller unterwegs.
    Bei Gesprächen in meinem Freundeskreis sagte man, dass die Stadt Zwickau bewusst dort noch nicht geblitzt hat, um den Arbeitgeber und Gewerbesteuerzahler VW nicht zu verärgern.
    Die Zwickauer Stadtchefin sollte es deshalb nicht nur bei einem Gastbeitrag in der Betriebszeitung belassen, um die "armen" VW-Mitarbeiter zu bevorzugen! Diese bekommen schließlich schon genügend Vorzüge in Form von Firmenrabatte (z.B. in einem orangefarbenen Baumarkt).



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