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Jürgen Huss will die Räucherkerzen mit Loch zu seinem Markenzeichen machen. Die Bohrungen sind zwischen 1 und 1,5 Millimeter groß.

Foto: Bernd MärzBild 1 / 2

Huss will das Loch im Karzl zum Markenzeichen machen

Die Weihrichkarzl-Manufaktur in Neudorf und Siemens in Chemnitz arbeiten zusammen. Anlass ist eine besondere Maschine, die das Weihrichkarzl veredelt. Doch was hat es damit auf sich?

Von Denise Märkisch
erschienen am 07.12.2017

Neudorf/Chemnitz. In der Weihrichkarzl-Manufaktur von Jürgen Huss in Neudorf riecht es beinahe in jedem Raum nach Weihrauch. Kein Wunder, hier werden pro Jahr Hundertausende Räucherkerzchen produziert. Ein paar von ihnen haben bereits seit einigen Jahren ein Loch in der Mitte. Auf die Idee kam Huss im Prinzip per Zufall. Er bohrte einfach mal ein Loch hinein. Das Ergebnis war verblüffend. Mit dem Loch brennen die Karzl sehr gut und vor allen restlos ab, sagt Firmenchef Jürgen Huss. Das Karzl wird dabei auf einen Metallstift gesteckt. Es hängt quasi im freien Raum. Die Glut um den Metallstift hält es zusammen. Das wiederum macht das Abbrennen sehr sicher. Grund: Erst wenn keine Glut mehr vorhanden ist, kann die Asche abfallen.

Bisher machen die Räucherkerzchen mit dem Loch nur einen Bruchteil der Gesamtproduktion im Hause Huss aus. Zu aufwändig war bisher die Herstellung, die per Hand vonstatten ging. Doch das soll sich ändern. "Das Loch soll zum Markenzeichen werden", erklärt Jürgen Huss. Daher entwickelte der Tüftler eine eigene Maschine, die das Loch ins Karzl bohrt. Keine einfache Sache, immerhin ist ein Räucherkerzchen kegelförmig. Es zum Beispiel für die Bohrung richtig zu positionieren, verlangte dem Erzgebirger einiges ab. Es gelang ihm dennoch.

Doch die Maschine brauchte auch eine Steuerung. Die konnte Jürgen Huss nicht selbst herstellen. Also suchte er nach Unterstützung und erhielt sie ausgerechnet von Siemens aus Chemnitz. An den Großkonzern hatte Huss dabei zunächst überhaupt nicht gedacht. Doch ein Mitarbeiter der Chemnitzer Niederlassung nahm sich der Problemstellung an.

Mittlerweile ist die Technik in Neudorf im Einsatz. Weitere Maschinen sollen folgen, um nach und nach alle Karzl mit einem Loch zu versehen. "Das ist der letzte Schliff", so Jürgen Huss. Mehr könne man vermutlich aus einem Weihrichkarzl nicht rausholen. Die Idee mit dem Loch hat er sich natürlich patentieren lassen.

In seinen eigenen Produkten hat Jürgen Huss, der in der Schauwerkstatt und der Manufaktur derzeit rund 30 Mitarbeiter beschäftigt, den Metallstab für die Räucherkerzchen mit Loch zum Teil schon eingebaut. Er denkt, dass vielleicht auch andere das Prinzip in ihren Räuchermännchen und Co übernehmen. Denn einen großen Vorteil habe der Metallstab - mal abgesehen vom besseren Abbrennen und der größeren Sicherheit: Der Stift ist sehr günstig und ermögliche ganz neue Gestaltungsvarianten.

 
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