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Jöhstadt: Schlittert die Stadt in die Zwangsverwaltung?

Wie geht es weiter in Jöhstadt? Diese Frage beschäftigt seit Monaten die Einwohner der Bergstadt. Darunter sind mit Günter Baumann und Holger Hanzlik auch die beiden Bürgermeister, die nacheinander zwischen ...

erschienen am 15.03.2017

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Kommentare
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Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)
  • 15.03.2017
    13:14 Uhr

    Anschi: Schwarz gefärbt ist die Schrift...

    Man könnte den Eindruck erhalten, dass ein Riss durch unsere Gemeinde geht. Auf der einen Seite der Stadtrat und die gesamte Bürgerschaft, auf der anderen Seite der Bürgermeister. Dieser Eindruck kann ich versichern ist nur oberflächlich, erzeugt durch die teilweise sehr respektlos verfassten Flyer und durch die einseitige schwarz gefärbte Berichtserstattung der Freien Presse.
    Herr Baumann, Herr Hanzlik und Herr Wittig versuchen ein Bild bei der Bürgerschaft von einem ramponierten Jöhstadt zu erzeugen, das nur dadurch repariert werden kann, wenn ein neuer Bürgermeister gewählt wird.
    Dieses Bild hat jedoch einige Schönheitsfehler.
    Zum ersten interessiert es einen potentiellen Investor aus Industrie und Handwerk nicht, ob sich Bürgermeister und Stadtrat behakeln. Ihn interessieren Kosten für sein Invest, Erreichbarkeit des Standortes, vorhandenes Fachpersonal und evtl. Beihilfen vom Staat und Kommune. Jöhstadt hat da ein paar strukturelle Probleme, die es auf Grund der Lage nicht abwählen kann.
    Zweitens wird dieses von B., H. und W. beschworene Negativbild bis kurz hinter Annaberg bzw. Marienberg wahr genommen und da auch nur von interessierten Lesern der Freien Presse, die keine anderen Informationsmöglichkeiten haben. Darüber hinaus ist Jöhstadt einfach nicht im Blickfeld. Das können sie einfach an sich selbst überprüfen in dem ich sie jetzt frage: Kennen Sie Hirzenhain? Eben!
    Mir ist drittens nicht ganz klar, wie Kommunalpolitik mit der Urlaubsplatzsuche von Touristen zusammenhängt. Ich glaube, da hat MdB Baumann zu starke Visionen.

    Herr Baumann fordert nur allzu gern Visionen für Jöhstadt ein. Wie soll das aber geschehen, bei der vom Pressevertreter Wittig vorhersagten Zwangsverwaltung? Was kann der neu eingesetzte Bürgermeister André Zinn denn besser machen als den Mangel zu verwalten und evtl. zu verschlimmern? Bisher hat er nur unser aller Geld verbrannt. Der drohende und sicherlich auch kommende Rückbau des Windparks und die Kosten für diese Wahl sind die ersten für Jöhstadt getätigten Ausgaben, obwohl er noch nicht einmal im Amt ist. Ganz zu schweigen von Herrn Oettels Gehalt für die nächsten Jahre bei erfolgreicher Abwahl.

    Nur mit einer gut durchdachten Investitionspolitik in Einnahme erhöhende Projekte kann Jöhstadt seine Probleme über die nächsten Jahre hinweg lösen. Den Hauptteil aber müssen die Industrie, das Handwerk und das Gewerbe dazu beitragen. Nur dann kommt auch Geld für uns rein.
    Neue Straßenlaternen mit LED-technik für die Zufahrtswege einiger Stadträte, mögen sie auch noch so viel Strom sparen, gehören da nicht unbedingt dazu.

    Dass Annaberg letztes Jahr auf den Schuldentopf von Jöhstadt einen Deckel draufgeworfen hat, kann ich nachvollziehen. Ich hoffe, dass Annaberg egal unter welchem Bürgermeister seine Kontrollpflicht weiter ausübt.

    Ansonsten kann ich abschließend nur aufrufen zur Wahlurne zu gehen.
    Für den Stadtrat möchte ich nochmal erläutern, was das Ja und das Nein auf dem Wahlzettel bedeutet.

    ?Ja? heißt Herr Oettel soll gehen.
    ?Nein? heißt Jöhstadt hat eine kalkulierbare risikoarme Zukunft, auch wenn es hier und da mal reibt.

    Glück auf!

    1 3
     
  • 15.03.2017
    10:37 Uhr

    Kiaora: Es ist den Bürgermeistern der Vergangenheit natürlich unbenommen sich über die derzeitige Situation der Stadt Jöhstadt Gedanken zu machen. Aber wem hilft es, wenn der von einer Mehrheit der Bürger der Stadt gewählte Amtsinhaber in regelmäßigen Abständen schriftlich mit Anschuldigungen diffamiert wird, die für die "normalen" Bürger kaum nachvollziehbar sind? Wäre da eine Aussprache im Rathaus zwischen allen drei bisherigen Bürgermeistern (seit 1990) nicht der bessere Weg?

    Die Frage wieso Herr Olaf Oettel unbedingt Bürgermeister der Stadt Jöhstadt werden wollte ist für mich zynisch. Eine große Anzahl der Bürger weiß warum Herr Oettel seinen guten Job in Chemnitz aufgegeben hat und im Sommer 2013 das Wagnis eingegangen ist, sich zur Bürgermeisterwahl zu stellen. Das Ziel war, vereinfacht gesagt, die eingefahrenen Strukturen in Jöhstadt aufzubrechen!

    Ein Miteinander des Stadtrates mit dem Bürgermeister/Stadtverwaltung ist sicher gut und erstrebenswert, aber die Schuld, dass dies nicht mehr so ist, einseitig dem amtierenden Bürgermeister zu geben ist doch zu einfach und durchschaubar. Wer in den letzten Monaten und Jahren die Stadtratssitzungen live verfolgt hat, konnte auch erleben, wie sinnvolle Vorlagen der Stadtverwaltung zerredet bzw. brüsk abgelehnt wurden (z.B. externes Büro für die Haushaltskonsolidierung).

    Das Schlimmste ist aus meiner Sicht jedoch mit einer Zwangsverwaltung der Stadt zu drohen, wenn die Bürger den amtierenden Bürgermeister nicht abwählen. Wer so etwas macht, ignoriert die freie Entscheidung der Bürger von Jöhstadt und sollte sein Demokratieverständnis überdenken!

    Kiaora

    0 5
     
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