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Heinz Gröning - Comedian

Foto: Ralf Wendland

Das passt nicht zu Weihnachten

Der Auftritt des Comedians Heinz Gröning rief zwiespältige Reaktionen hervor. Nicht alle fanden ihn unglaublich.

Von Rolf Pausch
erschienen am 04.12.2017

Schneeberg. Die Weihnachtsbespaßung kommt in Fahrt. Nach der prächtigen Travestie-Show "So eine Bescherung!" von Gina betrat am Freitag das sparsam kostümierte Gegenteil die Bühne des Kulturzentrums "Goldne Sonne". Heinz Gröning alias "der unglaubliche Heinz" servierte vor reichlich Publikum sein Programm "Verschollen im Weihnachtsstollen". War der unglaubliche Heinz tatsächlich so unglaublich gut?

Nein, in Schneeberg jedenfalls nicht. Am Schluss riefen Fans: "Zugabe!", aber reichlich Besucher verließen den Saal oder waren schon weg. Viele hatten vorher kaum mitgeklatscht, saßen mit verschränkten Armen da, sahen auf die Uhr. Beim Verlassen der "Goldnen Sonne" sagte eine ältere Dame laut: "Ich sehe zwar gerne Comedy, aber das passt nicht zu Weihnachten."

Heinz Gröning ist ein talentierter Liedermacher, der Größen wie Grönemeyer oder Lindenberg gut zu imitieren vermag und dabei tanzend die Sau rauslässt. Und der viel Spaß dabei hat. Mehr als oft seine Zuschauer. Sein Dauerlärm mit zu wenigen Ruhepunkten geht mit der Zeit auf die Nerven. Der Schreiber dieser Zeilen behalf sich da mit Ohropax. Ohne hielt man es aus bei der still belachten Szene mit dem ordnungsgemäßen Bau einer Weihnachtskrippe. Lange und seelenruhig schmückte Gröning zum Gesang der "Zillertaler Andachtsjodler" ein Weihnachtsbäumchen, stellte einen Totenschädel daneben, setzte sich eine Weihnachtsmütze auf.

Viele verbale Gags kamen gut an. Was sagt ein Kind, dem keine Playstation geschenkt werden kann, zu Papa? "Verkauf doch dein Auto!" Und im Wald einfach eine Tanne schlagen, das geht auch nicht: "Denn bei meinem Glück schlägt die bestimmt zurück." Gröning beleuchtete die Weihnachtsgeschichte neu. Der Herbergsvater, der keine Flüchtlinge einlassen will, rechtfertigt das so: "Die zehn Gebote sind eine Erfindung der Lügenpresse."

Fazit des Abends: Die Travestie-Show von Gina zu vergessen, ist kaum möglich. Heinz Gröning zu vergessen, fällt eher leicht. (pau)

 
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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