Kein Lichtelfest ohne Habit

Schneeberger Bergaufzug und Bergparade ziehen stets Gäste von nah und fern an. In diesem Jahr haben sie die Stadt mit erstrahlen lassen.

Schneeberg.

"Wir haben viele Gäste aus Nordrhein-Westfalen und Baden Württemberg in der Stadt", freute sich gestern der Schneeberger Bürgermeister Ingo Seifert. "Und so trifft es auch in diesem Jahr zu, dass wir zum Lichtelfest ein bisschen der Mittelpunkt von Deutschland sind. Darauf sind wir stolz."

Das Schneeberger Fest, das am Wochenende viele Besucher in die Stadt gezogen hat, war erneut ein Höhepunkt zur Weihnachtszeit. Zwei Tage lang bot es den Gästen der Bergstadt ein vielseitiges Programm. Doch was wäre das Lichtelfest ohne Habitträger und Bergmusikanten? Ohne sie gäbe es keinen Bergaufzug, wie er am Samstag gelaufen ist, keine nächtliche Bergparade, die am Sonntag von Hunderten Teilnehmern aus den Mitgliedsvereinen des Sächsischen Landesverbandes der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine gestaltet wurde, und auch keine bergmännischen Konzerte.

Peter Neef kennt das Lichtelfest von Kindheit an und wirkt seit 1978 in der Bergbrüderschaft Schneeberger Bergparade mit. "Wir versuchen, die Tradition aufrecht zu erhalten, was schwierig ist", sagt der 51-Jährige. "Leider steht heutzutage oft der Kommerz im Vordergrund. Es gibt aber auch viele Leute, die das, was wir tun und darstellen, zu schätzen wissen." Nüchtern betrachtet unterscheide sich der Schneeberger Weihnachtsmarkt ohne die Veranstaltungen kaum von anderen Märkten der Region. "Abends jedoch ist er dann schon etwas Besonderes, wenn die Bergparade läuft", so Neef. "Es ist wichtig, dass man sich auf das besinnt, was Tradition hat."

Das Traditionelle ist es, was dem Fest einen besonderen Charme verleiht, gerade in den Abendstunden, wenn alles im hellen Lichterschein erstrahlt. Dafür hat diesmal auch die Lichter-Aktion gesorgt. Mit einer Kerze samt Hülle wurde ein Schneeberger Original geschaffen, das jeder Besucher erwerben und in der Hand halten konnte, um selbst ein Teil des Lichtermeeres zu werden.

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