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Das ehemalige Möbelhaus Uhlig in Schneeberg steht seit mittlerweile 17 Jahren leer. Bald könnte es saniert werden.

Foto: ERZ-Foto/Georg Ulrich Dostmann

Von der Brache zum Loft - Baupläne für altes Möbelhaus

Seit Jahren verfällt das frühere Einrichtungshaus Uhlig an der Magazin- straße in Schneeberg. Dass es jetzt ein neues Konzept für das Gebäude gibt, hat indirekt mit dem bekannten Kunstsammler "Trödler-Willi" zu tun.

Von Jürgen Freitag
erschienen am 08.02.2018

Schneeberg. Der Putz an der Fassade bröckelt, einige Türen und Fenster sind aufgebrochen und dem kleinen Anbau ist im Laufe der Zeit das Dach abhandengekommen: Das Haus mit der Nummer 1 an der Magazinstraße in Schneeberg ist eine der größten und bekanntesten Brachen der Stadt. In den 1990er-Jahren war in dem denkmalgeschützten Gebäude das Möbelgeschäft Uhlig eröffnet worden, bis zu 18 Angestellte waren hier einst angestellt. Doch weil der Eigentümer in eine finanzielle Schieflage geriet, musste das Geschäft 2001 schließen.

Mehrmals sollte das Gebäude seither versteigert werden - ohne Erfolg. Zuletzt galt die Immobilie als herrenlos, ihre Sanierung als aussichtslos. Jetzt gibt es mit der Immobilienfirma Hartmann Liegenschaften einen neuen Eigentümer, der Großes mit dem Gebäude vorhat. Denn die Brache könnte schon bald in ein modernes Wohngebäude umgebaut werden. So sehen es jedenfalls erste Baupläne vor, die die geschäftsführende Gesellschafterin Jaqueline Hartmann hegt.

Wie Hartmann auf Anfrage von "Freie Presse" berichtet, war man im vergangenen Jahr eher zufällig auf die Immobilie in Schneeberg gestoßen. Sie habe mit Erben des als "Trödler-Willi" bekannten Kunstsammlers Willi Buddrick zu tun gehabt. Dieser war überraschend im Mai des vergangenen Jahres gestorben. Bei der Besichtigung einer seiner früheren Immobilien in Schneeberg lief Hartmann dann am alten Möbelhaus Uhlig vorbei. "Plötzlich stand ich vor diesem imposanten Gebäude", erinnert sie sich. "Das hat mich fasziniert."

Wenige Monate später, im Dezember 2017, war der Immobilien-Deal bereits perfekt. Zum Kaufpreis will sich Hartmann nicht äußern. Sie spricht lieber über die Zukunft des Hauses: Es gebe derzeit mehrere Überlegungen. "Was ich gern machen möchte, ist, Loftwohnungen einzubauen", verrät sie. Die Kosten für Umbau und Sanierung schätzt sie auf gut drei Millionen Euro. Frühestens 2019 könnten die Bauarbeiten starten.

Bürgermeister Ingo Seifert (Freie Wähler/Bika) sprach in der jüngsten Stadtratssitzung über die Umbaupläne. Er sagte: "Das Haus liegt vielen Schneebergern am Herzen." Zugleich mahnte er zur Eile: "Wer es anguckt, weiß, dass nicht mehr viel Zeit bleibt." Dem Gebäude drohe schon bald der Abriss.

Um das zu verhindern, sind laut Hartmann bereits in den nächsten Monaten Sicherungsarbeiten am Haus geplant. Parallel dazu soll untersucht werden, ob es in der Region eine Nachfrage nach Loftwohnungen gibt. "Schneeberg ist sicher kein einfacher Markt", sagt sie. "Aber der Bedarf für gehobenes Wohnen ist im Osten zuletzt gestiegen."

 
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