Werbung/Ads
Menü

Themen:

Am 2. Februar pilgern Tausende auf den Zwönitzer Markt.

Foto: Jens Uhlig

Warum ein Dorf Zwönitz nacheifert

Nach Weihnachten die Lichter länger brennen lassen? Zwönitz macht es vor. Zu Lichtmess strömen jedes Jahr Tausende auf den Markt. Jetzt will ein Ort aus Mittelsachsen die Festidee übernehmen - die Stadt sieht's gelassen.

Von Jürgen Freitag
erschienen am 20.01.2018

Zwönitz. Erst hell, dann dunkel: Mit Lichtmess wird am 2. Februar auch im letzten Winkel des Erzgebirges die Weihnachtsbeleuchtung ausgeschaltet. Die Stadt Zwönitz macht aus dem Termin bereits seit Jahren eine Feier, die tausende Gäste anlockte. Traditionell um Punkt 18 Uhr gibt Bürgermeister Wolfgang Triebert dabei auf dem Markt das Kommando: "Licht aus!" Dann erlischt das Lichtermeer - bis zum nächsten Advent.

Nun hat die Tradition, mit einem Spruch das Licht auszuknipsen, einen Nachahmer gefunden. Der Ort Rechenberg-Bienenmühle in Mittelsachsen will laut Stadtverwaltung dieses Jahr das Konzept aus Zwönitz "kopieren". Böse ist man darüber aber nicht. Im Gegenteil: Im Rathaus fühlt man sich geehrt.

Wie Triebert berichtet, gibt es keine bessere Anerkennung, als dass man von der osterzgebirgischen Gemeinde nachgeahmt wird. "Stollberg und Klaffenbach kopieren diese Tradition schon eine Weile." In einigen Jahren, prophezeit er, würden weitere Kommunen folgen. "Und wer hat's erfunden? Diese Frage können wir dann mit stolzer Brust beantworten: Wir Zwönitzer."

Der Bürgermeister von Rechenberg-Bienenmühle bestätigt die Festpläne zu Maria Lichtmess. Man wolle die von Zwönitz gegründete Tradition aufnehmen, sagt Michael Funke. Wie sein Amtskollege will auch er das Kommando "Licht aus" geben und damit offiziell der Weihnachtszeit Adieu sagen.

Laut Funke ist der Ort damit die erste Gemeinde in Mittelsachsen überhaupt, die die Lichter bis zum 2. Februar brennen lässt. "Wir wollen die Weihnachtszeit verlängern, um mehr Gäste zu animieren, ins Erzgebirge zu kommen." Von einer Kopie der Zwönitzer Veranstaltung könne aber keine Rede sein. "Wir haben uns eher inspirieren lassen und machen unsere eigene Veranstaltung", sagt er. Eine Nachahmung sei es schon deshalb nicht, weil das Fest im Ortsteil Bienenmühle viel kleiner werde als das in Zwönitz.

Tatsächlich will man in der Bergstadt dieses Jahr noch eine Schippe oben drauf packen. Nach Angaben des Rathauses werden wegen des wachsenden Besucherzuspruchs die Öffnungszeiten der Buden verlängert und die Anzahl der Essens- und Getränkestände wird von sechs auf zwölf verdoppelt. "Mehr passen nicht auf den Markt", sagt Triebert. Außerdem soll es dieses Jahr gleich drei Nachtwächter-Führungen am Nachmittag geben. Einige Gasthäuser, die Besuchern nach der "Licht aus"-Aktion traditionell Hirsebrei mit Bratwurst servieren, melden bereits, dass sie ausgebucht sind.

 
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
0
Kommentare
0
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)

Lesen Sie auch

Bildergalerien
  • 23.02.2018
Antonio Calanni
Mailänder Modewoche: Alles eine Frage des Kopfes

Mailand (dpa) - Es war das Foto der ersten Tage der Mailänder Modewoche: Das Model bei Gucci, das eine Kopie des eigenen Kopfes als Accessoire im Arm trug. Ein bizarrer, ein verstörender Anblick. zum Artikel ... Galerie anschauen

 
  • 12.02.2018
Jens Uhlig
Mickey Mouse im Narren-Land

Fasching in der Region: "Freie Presse" hat sich in Niederwürschnitz, Stollberg, Oelsnitz und Jahnsdorf umgeschaut - auf der Suche nach Schnappschüssen. Überall waren jeweils etwa 200 Karneval-Fans dabei. ... Galerie anschauen

 
  • 10.02.2018
Eberhard Mädler
Ski-Fasching in Carlsfeld

Einen neuen Teilnehmerrekord hat es am Samstag beim?45. Carlsfelder Ski-Fasching gegeben. ... Galerie anschauen

 
  • 05.02.2018
Niko Mutschmann
Wohnungsbrand in Schneeberg

Bei einem Wohnungsbrand in Schneeberg sind am Montagabend zwei Menschen verletzt worden. Sie kamen ersten Angaben nach mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. ... Galerie anschauen


 
 
 
Wetteraussichten für Aue
Sa

-1 °C
So

-4 °C
Mo

-6 °C
Di

-8 °C
Mi

-5 °C
 
Unsere Youtube-Videos

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Freie Presse Immobilien
Immobilienangebote für Aue und Umgebung

Finden Sie Ihre Wohnung in der Region Aue

Immobilienportal

Mietangebote

Kaufangebote

 
 
 
 
Ärztliche Notdienste
Apotheken und Ärzte der Region

Manchmal muss es schnell gehen. Notrufe und Notdienste der Apotheken und Ärzte finden Sie hier.

weiterlesen
 
 
 
 
Freie Presse vor Ort

08280 Aue
Schneeberger Str. 17
Telefon: 03771 594-0
Öffnungszeiten:
Mo. bis Fr. 9.00 - 17.30 Uhr

weiterlesen
 
 
 
 
 
 
 
 
Neu
Nachrichten aus dem Erzgebirge bei Facebook

Die "Freie Presse" Erzgebirge ist nun auch auf Facebook mit einer eigenen Seite vertreten. Dort finden Sie Neuigkeiten aus den "Freie Presse"-Lokalredakionen Annaberg-Buchholz, Aue, Schwarzenberg, Stollberg, Marienberg und Zschopau und sind somit stets auf dem Laufenden.

Zum Facebook-Auftritt

 
 
 
 
 
|||||
mmmmm