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Monika Reinholdt klöppelte 120 Stunden an dem ehemaligen Wappen vomFC Erzgebirge Aue.

Foto: Monika Reinhold

Das Wismut-Logo aus Chemnitz

Das lila-weiße Symbol der Auer Zweitliga-Fußballer hat Monika Reinholdt aus feinen Fäden gestaltet. Rund 120 Stunden werkelte sie an dem Unikat, das nun einen Ehrenplatz hat.

Von Anna Neef
erschienen am 12.09.2017

Aue/CHEMNITZ. Die Klöppelkunst hat Monika Reinholdt schon immer fasziniert. "Ich war zu DDR-Zeiten Reiseleiterin, kam viel herum." Auch oft in den Frohnauer Hammer, wo unter anderem Exponate aus feinen Fäden die Blicke auf sich ziehen.

"Ich fand es klasse, was man mit dieser Technik alles machen kann. Dass ich es selbst mal versuche, stand aber nie zur Debatte." Das blieb eine Weile so - bis zu einem Besuch des Frohnauer Hammers mit ihrem neunjährigen Enkel und dessen elfjährigem Kumpel. Letzterer nämlich traute sich - und setzte sich zur Probe an den Klöppelsack. "Als ich sah, dass er es ganz gut hinbekommen hat, verlor ich meine Angst und wagte es selbst", erinnert sich die Chemnitzerin, deren jüngstes Werk alle Fans von Fußball-Zweitligist Aue begeistern dürfte: Monika Reinholdt hat ein 20 mal 21 Zentimeter großes Wismut-Wappen in den Farben Lila und Weiß geklöppelt. Ein Geburtstagsgeschenk. "Zum 40. - und ich bin pünktlich fertig geworden", sagt sie. Daran hatte sie selbst nicht mehr geglaubt. Zumal die Idee aus einer Laune heraus entstanden sei.

Erst 2015 begann Monika Reinholdt, sich das Klöppeln nach und nach anzueignen. "Im Ruhestand habe ich endlich die Zeit dafür." Einen Kurs aber besuchte sie bisher noch nie. Alles, was sie kann, hat ihr eine Freundin gezeigt. "Die Grundschläge vor allem." Kompliziertere Techniken der typisch erzgebirgischen Handarbeitskunst schaute sie sich bei ihrer Schwiegermutter ab, die früher in Erlabrunn Klöppelkurse gegeben hat. "Es war zwischenzeitlich schon sehr schwer. Da braucht man einen langen Atem, um dran zu bleiben", so die 67-Jährige. Doch ihre Ausdauer hat sich gelohnt. "Inzwischen geht es mir gut von der Hand."

In jungen Jahren seien Handarbeiten so gar nicht ihr Ding gewesen. "Es war vielmehr anders herum: Ich erledigte für meinen Bruder in der Schule die technischen Zeichnungen. Dafür hat er für mich gestickt." Das Aue-Wappen ist aber in doppelter Hinsicht eine "große Nummer" für Monika Reinholdt gewesen, die sich auf eine slowenische Technik spezialisiert hat. "An sich klöpple ich nur kleine Sachen wie Anhänger und Weihnachtsschmuck." Das Wismut-Symbol kostete sie etwa 120 Stunden Arbeitszeit und mehr als 100 Klöppelpaare. "Der Beschenkte hat sich riesig gefreut und dem gerahmten Wappen einen Ehrenplatz im Wohnzimmer gegeben." Weitere Sport-Klöppelwerke seien vorerst nicht geplant, sagt Monika Reinholdt und lacht. "Das war eine Ausnahme." Ihre Freundin habe sie mit Blick auf ihr Klöppeltalent als "Senkrechtstarter" bezeichnet. Das mache sie stolz. "Zumal ich wirklich bei Null anfing vor zwei Jahren."

 
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