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Entpuppt sich der Wolf als normales Wildschwein?

Marienbergerin glaubt: Lösung des Rätsels ist gefunden

Von Georg Müller
erschienen am 11.01.2018

Marienberg. Ist nahe der Heinzebank tatsächlich ein Wolf angefahren worden? Barbara Langer aus Marienberg glaubt, die Antwort auf diese Frage zu kennen. "Der Wolf war ein Wildschwein", sagte sie gestern. Das Rätsel sei damit gelöst. Doch es bleiben Zweifel, denn einige Punkte sind widersprüchlich.

Vor wenigen Tagen hatte sich "Freie Presse"-Leserin Heidemarie Kretschmar an die Marienberger Redaktion gewandt. Am 23. Dezember habe sie an der Bundesstraße 174 einen Wolf entdeckt. Sein Fell habe grau ausgesehen. Ihren Worten zufolge wurde das Tier von einem Transporter angefahren. Weder Polizei, noch Landkreis bestätigten jedoch, dass es sich um einen Wolf handelte. Dem Kontaktbüro Wölfe in der Lausitz lagen ebenfalls keine Informationen vor, obwohl ein solcher Unfall zwingend gemeldet werden müsste. Die Polizei ergänzte, dass im betreffenden Zeitraum und im betreffenden Gebiet kein Wildunfall passierte.

Barbara Langer berichtete nun, dass in der Nacht zum 23. Dezember an der Bundesstraße 174 ein gewöhnliches Wildschwein angefahren wurde. Sie weiß dies, da das Tier in das Fahrzeug ihrer Schwester gerannt war, woraufhin es zur Kollision kam. Am Auto entstand Blechschaden, die Insassen blieben unverletzt. "Wir waren bei einem Konzert in Aue. Meine Schwester hatte mich nach Marienberg gebracht und fuhr weiter nach Chemnitz."

Mit dieser Erklärung kann sich Heidemarie Kretschmar nicht anfreunden: "Ich bin mir zu 95 Prozent sicher, dass ich kein Wildschwein gesehen habe. Ich weiß doch, wie Wildschweine aussehen. Ihr Fell ist viel dunkler." Zwar stimmt der Zeitraum, andere Punkte sprechen aber gegen die Erklärung. Zum einen habe sich der Unfall vor der Heinzebank ereignet, so die 67-Jährige, und nicht wie von Barbara Langer angegeben hinter der Heinzebank. Zum anderen sah Heidemarie Kretschmar einen Transporter. Barbara Langer spricht von einem normalen Personenkraftwagen.

Damit bleibt die Frage, ob ein Wolf angefahren wurde, vorerst unbeantwortet. Fest steht: Bislang gibt es keine Nachweise, dass sich Rudel im Erzgebirge aufhalten, doch einzelne Tiere können durchaus hindurchziehen. Zuletzt sichtete ein Jäger nahe Seifersbach in Mittelsachsen einen Wolf. Das Tier hielt sich auf einem Rapsfeld auf. Im vergangenen Jahr wurden Wölfe in Nordsachsen, im Vogtland und im Osterzgebirge beobachtet.

 
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