Frostiger Geländeritt für Sportler mit Motorrad

80 Hartgesottene folgen der Einladung zum Silvester-Enduro

Venusberg.

Auf seine Maschine hat sich Karl-Heinz Richter zum Silvester-Enduro des MC Mittleres Erzgebirge Venusberg/Gelenau nicht gesetzt. "Man muss es ja nicht übertreiben", sagt der 56-Jährige und lacht. Die Strecke auf der Wiese vor dem Motocrossareal am Steinbruch in Venusberg, wo sonst nur ein Teil der Sonderprüfung bei "Rund um Zschopau" gefahren wird, erwies sich am letzten Tag des Jahres als recht tückisch. Über Nacht hatte sich dort Frost breit gemacht und erforderte von den Fahrern einiges an Geschicklichkeit. Abgehalten hatte das rund 80 Enduristen aus der Region nicht. "Das Silvester-Enduro ist Pflicht, auch wenn es hier nicht um Zeit und Punkte geht", so ihr Resümee.

Karl-Heinz Richter gehört mit Gunter Scheidhauer zu den Pionieren der letzten Trainingsrunden im Jahr. "Ende der 1980er-Jahre sind wir immer auf die Halden nach Marienberg zum Abschlusstraining gefahren", erinnert er sich. Als dann vom Inhaber des Steinbruchs den Venusbergern eine eigene Strecke zur Verfügung gestellt wurde, war auch das Silvester-Enduro geboren. Anfangs traf sich nur ein kleines Grüppchen aus dem Verein. "Zur zweiten Auflage hatten wir minus 15 Grad und wollten die Sache schon fast ausfallen lassen." Doch die Offroader seien ein hartes Völkchen. Schon wenige Jahre später starteten rund hundert Maschinen auf der Wiese nahe der Herolder Straße.

Der Marienberger Sebastian Lindner ist zum ersten Mal hier. Nach den ersten Runden schraubt er an seiner 70-ccm-Simson. Seine Husqvarna hat er zu Hause gelassen. "Mal sehen, wie lange das Moped durchhält", so der 22-Jährige.

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