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Foto: Kristian Hahn

Knifflige Suche: In Olbernhau fehlt ein Geocacher

Der Tourismusverein braucht jemanden, der sich ehrenamtlich um 19 Verstecke im Ort kümmert. Und es gibt noch mehr zu tun.

Von Christoph Pengel
erschienen am 11.10.2017

Olbernhau. Sie sind unter Geländern oder Steinen versteckt, am Theater Variabel, am Gnade Gottes Erbstolln oder auf dem Hof der Touristinformation: 19 sogenannte Geocaches liegen derzeit verstreut in Olbernhau, Büchsen, die je einen Stift, und ein Logbuch enthalten. Und einen Schatz. Betrieben werden sie vom Tourismusverein Olbernhau. Dessen Chef, Udo Brückner, sucht bereits seit Wochen nach einem ehrenamtlichen Mitarbeiter, der sich um die Verstecke kümmert. Was sich als knifflige Aufgabe herausstellt. Auf eine Anzeige des Vereins hat bisher niemand geantwortet.

Die Geocaches sind Ziele einer Art Schatzsuche. Wer sie aufstöbern will, braucht einen GPS-Empfänger und Koordinaten, die im Internet veröffentlicht werden. Wer fündig wird, darf sich ins Logbuch eintragen. Falls er etwas zum Tauschen hat, darf er den Gegenstand herausnehmen, der in der Büchse liegt. Dann packt er alles wieder ein und stellt die Büchse dorthin zurück, wo er sie gefunden hat. Vielleicht macht der Finder dann noch ein Foto und veröffentlicht es in sozialen Netzwerken. So funktioniert Geocaching, ein Trend, der vor einigen Jahren auch Olbernhau erreicht hat.

Der Mitarbeiter, den Udo Brückner braucht, würde kaputte Büchsen erneuern, das Logbuch ersetzen, wenn es voll ist und das entsprechende Internetportal pflegen. Zudem spielt der Verein mit dem Gedanken, das Geocaching-Netz auf das eingegliederte Gebiet von Pfaffroda auszudehnen. Touristisch, sagt Brückner, würde die ganze Stadt vom Geocaching profitieren: "Es ist ein Angebot, um Fremde anzulocken. Wenn ein Schatzsucher kommt, klappert er meist alle 19 Verstecke ab." Zuerst steckten Reiterleinplaketten in den Büchsen. Heute findet man in ihnen schon mal aus-tralische Münzen, sagt Brückner.

Zuletzt hatte sich Wanderleiterin Yvonne Scholz um die Caches gekümmert: "Aber ich schaffe es zeitlich nicht mehr." Yvonne Scholz hat das Projekt mit aufgebaut und Kurse für Kinder an der Volkshochschule angeboten: "Das ist eine Supersache. Ein bisschen Natur, ein bisschen Internet, ein bisschen Rätsel und Technik. So erreicht man auch Kinder, die nicht so gern draußen sind." Nun will sie Geocaching erst einmal aus dem Programm nehmen - bis sich ein neuer Betreuer meldet.

 
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