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Marode Tribüne am Olbernhauer Sportplatz. Die Ränge mussten teilweise mit Rindenmulch verfüllt werden, damit Besucher dort stehen können. Davonhaben sich die Stadträte bei einem Termin dort selbst überzeugt. Ab diesem Jahr soll die Spielstätte instand gesetzt werden.

Foto: Kristian Hahn

Stadt will Sportplatzareal in zwei Stufen erneuern

Olbernhaus Fußballer spielen künftig in Sachsens höchster Liga. Die Kommune will den Verein unterstützen und dessen Spielstätte aufwerten. Es gibt einiges zu tun - das Wichtigste soll aber erst nächstes Jahr kommen.

Von Sven Wagner
erschienen am 12.06.2018

Olbernhau. An der Ecke Zöblitzer und Brandauer Straße begrüßt die Stadt Olbernhau ihre Gäste mit einem großen Banner und titelt darauf: "Willkommen in der Fußballstadt". In der Tat spielt Fußball eine immer größere Rolle - zumal die Kicker der Spielvereinigung Olbernhau (SVO) jüngst in die Landesliga, Sachsens höchste Spielklasse, aufgestiegen sind. Das führt nun dazu, dass sich die Stadträte intensiver mit dem Thema Fußball befassen. Es geht um die Erneuerung des Sportplatzes an der Blumenauer Straße - und um Prestige.

"Als Verein repräsentieren wir die Stadt Olbernhau und werden zu Ligaspielen künftig bis an die Landesgrenze des Freistaats fahren", sagt SVO-Trainer Steve Dieske. "Und von da werden auch Gäste zu uns kommen." Daher soll das Sportplatzareal ertüchtigt werden, so der Wunsch der Fußballer. Dieske hatte die Mitglieder des Technischen Ausschusses der Stadt vor Kurzem zum Rundgang durch die Spielstätte geladen. Zusammen mit dem zweiten Vereinsvorsitzendem, Sascha Spartmann, zeigte er dem Ausschuss, an welchen Stellen es noch hakt: Rasen, Tribüne, Tore, Auffahrt, Umkleide. Es gibt einiges zu tun rund um den Olbernhauer Sportplatz. Der Verein setzt dabei auf die finanzielle Unterstützung der Kommune. Denn wie Spartmann erklärt, können die Mitglieder zwar tatkräftig anpacken, der Verein jedoch kein Geld in die Erneuerung stecken.

Im Großen und Ganzen gibt es drei konkrete Baustellen. Zuerst die Katakomben: Nach Wunsch der Fußballer soll die Wand zwischen den Kabinen von erster und zweiter Mannschaft verschwinden, um einen großen Raum zu bekommen. Wenn der Kader künftig auf bis zu 25 Leute plus Betreuer anwachse, genüge der jetzige Platz nicht mehr, so Spartmann.

Ebenso problematisch: die steile Schotterzufahrt von der Blumenauer Straße hinab zum Sportplatzgelände. Dort geht es den Fußballern zufolge eng zu. Mit Blick auf den künftigen Publikumsverkehr werde das noch schwieriger. Als Lösung könnten die Pfosten des Eingangstors - jetzt unmittelbar an der Hauptstraße - nach unten versetzt werden, erklärt Bauamtsleiter Stefan Procksch dazu.

Die dritte Baustelle ist der Platz selbst. Noch schießt der SVO auf alte, festinstallierte Stahltore - diese sind eine Verletzungsgefahr, dort müssen laut Spartmann steckbare Alutore hin. Die Tribünen an den Seiten sollen außerdem ertüchtigt werden. Mitunter sackt der Boden ab und musste bereits großflächig mit Rindenmulch verfüllt werden. "Wir müssen die Ränge sicher machen", sagt Spartmann. Auf der Flöha-Seite könne er sich etwa Betonblöcke für die Fans vorstellen. Das Hauptproblem ist jedoch der Rasen. "Eher eine Wiese mit verschiedenen Kräutern", bemerkt Olbernhaus Bürgermeister Heinz-Peter Haustein (FDP) amüsiert. Das Geläuf soll nach Möglichkeit komplett erneuert werden.

Die große Frage lautet nun: Wie soll die Stadt das alles bezahlen? Haustein schwebt ein zweistufiges Vorgehen vor. Er will den jetzigen Rasen bis zum Start der neuen Saison kurzfristig herrichten, dass er die Spielzeit übersteht. "Und nächstes Jahr soll dann ein neuer, ordentlicher Rasen her." Das bedeutet: den alten abtragen, neue Drainage und Rollrasen auftragen.

Auf die Forderung von Hartmut Tanneberger nach einem entsprechenden Finanzkonzept - auch Stadtrat Guido Kolberg will Zahlen sehen - entgegnete Procksch, es seien durchaus schon Mittel im aktuellen Haushalt vorhanden. Damit spielte er auf einen eigentlich geplanten Kunstrasenplatz an. Auch Geld für die Tore und zwischen 20.000 und 30.000 Euro für den Umbau der Kabinen sei da. Die Vergabe könne freihändig von Verwaltungsseite erfolgen. In Sachen Tribüne und Rasen müsse demnach noch geplant werden. In dieser Woche will Haustein mit einem Sportplatzplaner über die Ränge sprechen.

Bei der Aussicht, den Verein zu unterstützen, hatten die Räte beim Vor-Ort-Termin zuletzt noch eine entscheidende Frage: Ob denn der SVO auch die Klasse halten werde? "Wir wollen uns etablieren", so Trainer Dieske. Vier Abgänge würden durch fünf Neuzugänge kompensiert. Und er selbst? Der Vertrag laufe bis 2020, so Dieske. "Und ich habe nicht vor, diesen vorzeitig aufzulösen."

 
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