Tiefe Trauer um langjährigen Bürgermeister

Dietmar Georgi ist mit 62 Jahren verstorben. Weggefährten nehmen Abschied, gedenken der Verdienste des Zöblitzers.

Zöblitz.

Der Schock sitzt tief. Dietmar Georgi ist tot. Der langjährige Bürgermeister von Zöblitz ist am Wochenende nach schwerer Krankheit verstorben. Er wurde 62 Jahre alt. Georgi war geschieden und Vater dreier Kinder.

"Dietmar war Zöblitzer mit Leib und Seele. Er war ein guter Bekannter, ein guter Freund, ein herzensguter Mann", sagt Tino Günther, Weggefährte seit den 1990er-Jahren. Georgi ist geboren in Aue und aufgewachsen in der Umgebung der Stadt. Als Außenhandelskaufmann und Ökonom kam er Ende der 1980er-Jahre nach Zöblitz - zunächst als Assistent des alten Bürgermeisters. Als Mitglied der DDR-Blockpartei NDPD übernahm er 1989 noch vor der politischen Wende dessen Amt. 1990 machte er bei der ersten demokratischen Wahl - und auch allen folgenden - das Rennen und prägte seitdem die Geschicke des Ortes. "Dietmar hat es immer verstanden, Menschen um sich zu versammeln", sagt Tino Günther, ebenfalls FDP-Politiker. Er war 1999 Kreisvorsitzender der Liberalen, als sich Zöblitz mit Ansprung, Sorgau und Grundau vereinigte. Georgi, der sich politisch ebenfalls viele Jahre im Kreistag engagierte, sammelte da erste Erfahrungen mit Gemeindezusammenschlüssen. Es blieben nicht die letzten.

Denn am 31. Dezember 2012 erfolgte die Eingemeindung von Zöblitz nach Marienberg. Dass dieser bedeutende Schritt harmonisch verlief, war auch dem Zöblitzer Bürgermeister zu verdanken. Zu diesem Zeitpunkt war Georgi schon einmal schwer erkrankt. Nach 2012 leitete er noch fast zwei Jahre das Sachgebiet Schulen und Soziales in der Marienberger Verwaltung, bevor er mit 59 Jahren schließlich seinen Schreibtisch räumte. Damals sagte er, er werde sich nicht wieder politisch engagieren.

Georgi hatte zahlreiche Verdienste gesammelt. Er schob wesentlich den Neubau der Turnhalle mit an, ließ Straßen auf Vordermann bringen. Zudem sind ihm der Erhalt und die Sanierung der Grundschule zu verdanken. Der Zöblitzer Bürgermeister war es auch, der 1993 den Verein zur Restaurierung und Pflege der Stadtkirche Zöblitz mit gründete. "Er trat an den Pfarrer heran, ergriff die Initiative. Bis jetzt ist er im Vorstand des Vereins gewesen", sagt der heutige Pfarrer Wolfram Rohloff, der Dietmar Georgi als sehr beliebten Menschen in Erinnerung hat.

Bestattet wird Dietmar Georgi in Chemnitz. Rohloff: "Das war sein eigener Wunsch."

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