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Im Erdgeschoss des denkmalgeschützten Hauses zieht das reizvolle Kreuzgewölbe die Blicke auf sich. Hier soll während des Weihnachtsmarktes bereits Kunst in einer improvisierten Galerie gezeigt werden.

Foto: Kindt-Matuschek

Lokalredaktion zieht in historische "Engel-Apotheke"

Für das markante Haus am Schwarzenberger Markt hat sich ein Investor gefunden. Der Ausbau läuft auf Hochtouren. Es entsteht ein Wohn- und Geschäftshaus, das Gestern und Heute vereint.

Von Beate Kindt-Matuschek
erschienen am 13.10.2017

Schwarzenberg. Die Lokalredaktion der "Freien Presse" in Schwarzenberg wird vermisst, und was gemunkelt wird, stimmt: Die Redaktion Schwarzenberg wird künftig im ersten Obergeschoss der historischen "Engel-Apotheke" am Markt neue Büroräume beziehen. Das soll bis Jahresende möglich sein. Solange sind die Redakteure übergangsweise bei ihren Kollegen in der Auer Redaktion "geduldet" und erreichbar über den Ruf 03771 59413250.

Aber noch ist das historische Gebäude eine große Baustelle. Derzeit verhüllt ein Gerüst die Fassade mit dem markanten Engel am Erker. Gekauft hat das Gebäude, dessen Bausubstanz bereits extrem verfallen war, Heiko Dietel aus Waschleithe. Der studierte Bauingenieur hat ein Faible für Altbausubstanz in Innenstädten. "Das sind Häuser, die Geschichte erzählen", sagt der Eigentümer. Vor gut einem Jahr hatte er zum Tag des offenen Denkmals das Haus geöffnet und seine Pläne vorgestellt. Demnach sollen die unteren großen Räume, die durch ein faszinierendes Kreuzgewölbe beeindrucken, künftig wieder ein Gewerbe beherbergen. "Dazu bin ich bereits mit Anbietern im Gespräch. Mir geht es darum, etwas für die Belebung der Innenstadt zu tun und die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Ich denke da an eine gastromonische Nutzung", so Dietel. Dabei sei auch der Bereich vorm Geschäft denkbar.

Im ersten Obergeschoss sind Büros geplant, und ab dem zweiten Obergeschoss entstehen Wohnungen. Insgesamt drei Wohnungen sind vorgesehen, mit sehr extravaganten Zuschnitten. "Davon zwei im Vorderhaus im Maisonettstil, und eine weitere im Hinterhaus", sagt Dietel. Das Hinterhaus bereitet ihm derzeit die meisten Sorgen. Durch ein über Jahre marodes Dach, sei beispielsweise der Laubengang massiver beschädigt als zunächst angenommen. "Wir müssen ihn wahrscheinlich doch komplett abreißen und neu aufbauen, aber ich will die historischen Elemente retten", so der Eigentümer, der in alle Entscheidungen auch das Denkmalamt einbeziehen muss. "Aber diese Zusammenarbeit ist super. Herr Dr. Lorenz ist sehr aufgeschlossen und sicher auch froh, dass das Gebäude überhaupt gerettet wird." Man habe gemeinsam viele gute Kompromisse gefunden, damit sich künftig unter diesem Dach Zeitgemäßes mit Geschichte zu einem sehenswerten Neuen vereint. Auch seitens der Stadtverwaltung sei man froh, dass das Gebäude gegenüber der Stadtinformation nicht abgerissen werden muss und so eine Lücke in die Häuserreihe des Marktes reißen würde.

Die Zielsetzung des Eigentümers, dass die Räume im Vorderhaus bereits zum Weihnachtsmarkt als kleine Galerie für Kunst von einheimischen Künstlern dienen sollen, ist sportlich, aber nicht unwahrscheinlich. Seine Zuversicht überzeugt.

 
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