Auch 2017 geht's per Schiene über die Grenze

Tschechische Bahn und Erzgebirgsbahn haben erstmals einen touristischen Saisonverkehr angeboten. Das war aber nicht die einzige Neuerung.

Cranzahl/Weipert.

Es war ein Versuch - und er ist geglückt: Zwischen 1. Mai und vergangenem Sonntag sind wieder Züge der Erzgebirgsbahn über die Grenze nach Weipert gefahren. Jeweils samstags und sonntags konnten Interessierte vormittags hin- und am Nachmittag zurückfahren. "Touristischer Saisonverkehr" nennt Lutz Mehlhorn, Sprecher der Erzgebirgsbahn, das Projekt. 43 Fahrtage sind zusammengekommen. Diese haben insgesamt knapp 3300 Reisende genutzt. "Pro Fahrtag sind das im Durchschnitt 76 Fahrgäste", sagt Mehlhorn.

"Ich bin mit diesem Saisonverkehr zufrieden. Im Mai begann er etwas verhalten. Spätestens aber seit dem 2. Juli und der von der Stadt Annaberg-Buchholz und dem Tourismusverband Erzgebirge organisierten Fahrt ins Lok-Depot Chomutov sind die Fahrgastzahlen stark angestiegen", sagt der Sprecher der Erzgebirgsbahn. Davon ausgehend sei entschieden worden, das Angebot auch 2017 wieder anzubieten. Dann soll der touristische Saisonverkehr im Zeitraum 29. April bis 1. Oktober stattfinden.

Das Ganze passiere in enger Kooperation mit der tschechischen Bahn. "Wir haben uns quasi an deren Fahrplan orientiert, um den Reisenden einen nahtlosen Anschluss von Weipert in Richtung Chomutov zu ermöglichen. Bei der Rückfahrt am Nachmittag fuhr die tschechische Bahn - aus Chomutov kommend - bis Cranzahl durch. Dort bestand wiederum Anschluss an die Erzgebirgsbahn in Richtung Chemnitz", schildert Mehlhorn. Damit sei zum Start des Projektes am 1. Mai erstmals ein Triebwagen der Tschechischen Bahn fahrplanmäßig in den Bahnhof Cranzahl eingefahren.

Unter den Fahrgästen seien viele Wanderer und Radfahrer gewesen. Auch Mehlhorn selbst fuhr am vergangenen Wochenende mit der Bahn ins Nachbarland, um anschließend mit dem Rad ab Mìdìnec wieder in Richtung Heimat zu touren. In Gesprächen unterwegs habe er nicht nur mitbekommen, dass viele der Fahrgäste direkt aus Chemnitz kamen, sondern sie dem Angebot insgesamt auch ein großes Potenzial zusprechen.

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