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Haben gut Lachen: Norbert Conrad (links), der Technische Geschäftsleiter des RZV, und Verbandsvorsitzender Silvio Krause vor dem neuen Trinkwasser-Hochbehälter in Jahnsdorf.

Foto: Heike Forkert/RZVBild 1 / 2

Noch 15 Trinkwasser-Speicher sind veraltet

Gestern wurde auf dem Fichtelberg in Jahnsdorf ein neuer Großspeicher übergeben. Er versorgt etwa 1000 Einwohner mit Trinkwasser. Einer von 78, die der Regionale Zweckverband Wasserversorgung Glauchau-Lugau betreibt. Davon stehen alleine 33 im Altkreis Stollberg. Warum so viele?

Von Jan Oechsner
erschienen am 15.06.2018

Jahnsdorf. Wenn die Familie Pataki aus Jahnsdorf nicht wäre, würde heute auf dem 486 Meter hohen Fichtelberg in Jahnsdorf kein neuer, moderner Trinkwasser-Speicher stehen. "Meine Familie hat nach der Wende das Stück Land an die Wasserversorgung verkauft", sagt Brigitte Pataki. Daher waren sie und ihr Mann gestern von den Chefs und einigen Mitarbeitern des Regionalen Zweckverbands Wasserversorgung Glauchau-Lugau (RZV) zu Sekt und Schnittchen eingeladen. Denn am Fichtelberg ist der alte Hochbehälter durch einen neuen ersetzt worden. Der wurde gestern - nach 61 Wochen Bauzeit - offiziell übergeben.

Der neue Speicher - Kosten: 630.000 Euro - ist einer von insgesamt 78 dieser Riesentanks, die der RZV in den Landkreisen Zwickau und Mittelsachsen sowie der Region Stollberg für seine Kunden betreibt. Im vergleichsweise kleinen Altkreis gibt es aber schon 33. Hier versorgt der RZV 13 Kommunen mit Wasser. "Wir müssen in der Region besonders viele Tanks betreiben, weil es hier sehr bergig ist", sagt Norbert Conrad, Technischer Geschäftsleiter im RZV. Allein in Hoheneck würden sich drei Anlagen befinden, um die Große Kreisstadt Stollberg mit Trinkwasser zu versorgen.

Doch der RZV muss auch in Zukunft viel Geld in die Hand nehmen, um etliche Tanks und einen Teil der 1600 Kilometer langen Rohrleitungen zu erneuern. Laut Conrad müssten 15 mittelfristig im Verbandsgebiet erneuert werden, möglichst pro Jahr einer. "Je nach Größe kosten die bis zu zwei Millionen Euro." Im Stollberger Ortsteil Gablenz soll noch zu Jahresende ein neuer, wenngleich kleinerer Trinkwasserspeicher als der in Jahnsdorf gebaut werden. Kosten: 300.000 Euro.

Viele Investitionen also. Jedoch: Wie wird sich unter diesen Rahmenbedingungen der Wasserpreis im Verband künftig gestalten? Erst jüngst hat der RZV den Kubikmeter-Bruttopreis um zehn Cent auf nun 2,09 Euro erhöht - allerdings nach zehn Jahren ohne Veränderung, betont Verbandsvorsitzender Sylvio Krause. Ob der Preis wieder so lange konstant bleibt, wollte er nicht versprechen. "Das kann ich nicht, angesichts der derzeitigen Baupreis-Entwicklung. Aber wir bemühen uns."

Trinkwasser-Anlagen wie die in Jahnsdorf sind aber nicht nur einfach Trinkwasseranlagen, sondern gleichen Bunkern. "Zum einen hat dies einen dämmenden Charakter, damit selbst bei hohen Minustemperaturen drinnen das Wasser nicht gefriert", so Conrad. Zum anderen gehören solche Speicher laut Bundesinnenministerium mittlerweile in die Kategorie "Kritische Objekte", die besonders zu schützen sind. Deshalb gibt es nicht nur einen Zaun um das Gelände, sondern auch besonders widerstandsfähige Schutztüren, elektronische Zugangskontrollen und gesicherte Luftzugänge. Auch die hochsensible Steuerungsleitung nach Glauchau ist vor Hackern geschützt, sagt Conrad. Da wären "Laienkünstler mit geringem Sachverstand" noch der kleinste aller denkbaren Anschläge. Was Conrad meint? "Na, Graffiti-Schmierereien."

 
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Noch 15 Trinkwasser-Speicher sind veraltet
Der Hochbehälter Jahnsdorf
 
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