Start in die Weihnachtszeit: Die drei Sorgenkinder sind dabei

Stollberg, Thalheim und Burkhardtsdorf haben aufregende Monate hinter sich: In der Großen Kreisstadt drohte das Pyramidenanschieben zu platzen, anderswo mussten eiligst alle verschlissenen Männel der Pyramiden repariert werden. Ist nun alles gut?

Stollberg.

Marko Straßburger bringt es auf den Punkt. "Wenn dieses Jahr das Pyramidenanschieben ausgefallen wäre, dann wäre es kommendes Jahr noch schwerer gewesen, es wieder zu aktivieren. Dann wäre die Sache wohl eingebrochen." Der Mann vom Gewerbeverein Stollberg ist einer von etwa zwanzig Leuten, die es dazu nicht kommen lassen wollten. Also packten viele mit an: acht Leute vom Gewerbeverein, acht vom FC Stollberg, dazu der Karnevalsverein, Mitstreiter von Bürgergarten sowie Dienstleistungsgesellschaft Stollberg.

Anfang Oktober sah das noch anders aus. Die Familie Bühler, die das Restaurant "Casa Rustica" am Marktplatz betreibt und seit 2002 die Veranstaltung organisiert hat, musste ihr Engagement aus persönlichen Gründen absagen. Der stimmungsvolle Auftakt in den Advent mit Pyramidenanschieben, Gedichtwettbewerben von Grundschülern, vielen Tanzdarbietungen, Musik, Speis und Trank schien damals plötzlich keine Chance mehr zu haben - in Anbetracht der knappen Zeit.

"Es lief dann auch sehr hektisch ab", gibt Straßburger auch zu. Doch Mitte Oktober hätten sich alle zusammengerauft: Von Bierwagen bis Sicherheitskonzept, von Aufstellen der Pyramide bis Straßensperrungen, von Posauenchor bis Poesiewettbewerb musste alles organisiert werden. Straßburger: "Aber wir haben es geschafft - und zwar in der Qualität wie in den vergangenen Jahre."

In der Qualität wie in den vergangenen Jahren - so würden es die Macher in Thalheim und Burkhardtsdorf nicht direkt formulieren. Hier wurde nicht nur gerettet, sondern auch richtig verbessert: In der Drei-Tannen-Stadt haben viele Menschen mit Geldspenden - grob etwa einer fünfstelligen Summe - dafür gesorgt, dass die zerfressenen und morschen, etwa 40 Jahre alten Pyramidenfiguren erneuert werden konnten. Was sich da nämlich in den vergangenen Jahren auf den drei Tellern im Kreis allweihnachtlich gedreht hatte, war kaum noch mit anzuschauen: Noch einen Advent hätten die zwölf alten Figuren wohl kaum mehr überstanden. Die neuen Männel sollen nun heute um 15 Uhr beim Pyramidenanschieben gezeigt werden.

Ebenso in Burkhardtsdorf. Dort kreiseln ab morgen (16.30 Uhr) zwar die alteingesessenen Figuren, die allerdings erscheinen in neuem Glanz und präsentieren sich mit der notwendigen Standfestigkeit. Am Ende der vergangenen Saison hatten die Pyramidenbeauftragten erneut Alarm ob des jämmerlichen Zustands der Männeln geschlagen und sind erst im Ortschaftsrat und dann im Gemeinderat erhört worden. Der hatte zwar Ersatzfiguren abgelehnt, aber das Angebot der Restauratorin Silva Oertel angenommen, den Zustand zu begutachten. Auf Grundlage ihrer Einschätzung wurden die 21 Figuren erneuert und sind nun gerüstet für ihren Dienst bei Wind und Wetter.

Seite 12: Weitere Veranstaltungstipps

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