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Bringt es bisher auf schätzungsweise 715 Kaltwellen: Friseurin Angelika Schmidt im Salon in Erdmannsdorf.

Foto: Christof Heyden

"Köpfe unter Kamm und Schere"

BERUFSMILLIONÄRE: Friseurin Angelika Schmidt aus Erdmannsdorf über Kaltwellen und eine ruhige Hand

erschienen am 13.09.2017

Erdmannsdorf. Zahlen bestimmen den Alltag. Gewerke und Branchen kennen Kilogramm, Liter oder Stück. Einige Berufsvertreter haben für die "Freie Presse" die Statistik bemüht. Da wird mancher auf dem Papier gar zum Berufsmillionär. Christof Heyden hat mit Angelika Schmidt gefachsimpelt, die seit 38Jahren als Friseurin tätig ist.

Freie Presse: Waschen, Schneiden, Legen und Fönen - haben Sie als Friseurin im Alltag Gelegenheit, das Meer der Haare der Kunden noch zu überblicken?

Angelika Schmidt: Für meine Tätigkeit im Salon Erdmannsdorf der Friseur & Kosmetik GmbH Lady & Man Oederan lässt sich manches hochrechnen. Seit neun Jahren bediene ich in dieser Filiale Frauen und Männer.

Was sagt ein Blick in die Bestellbücher? Wie viele Haare haben Sie seitdem abgeschnitten?

In dieser Zeit hatte ich etwa 8500 Damen- und 5400 Herrenköpfe unter Kamm und Schere. Hochgerechnet sind da etwa 144 Kilogramm Damen- und 81 Kilogramm Herrenhaar abgeschnitten worden.

Das dürften ja Millionen Haare sein, wenn man bedenkt, dass einen Kopf bis zu 150.000 Stück zieren?

Sicher, aber abgezählt werden die Haare natürlich nicht. Aber auch interessant: Bislang habe ich den Damen des Ortes die Haare 1233 Mal gefärbt, dafür sind 825 Tuben zu je 60 Milligramm verwendet worden.

So lange im Geschäft - da dürften Sie doch von Lockenwicklern mittlerweile träumen?

Auch dazu lassen sich Hochrechnungen anstellen. Etwa zu Kaltwellen. Da werden je nach Haar 40 bis 50 Wickel pro Frisur benötigt. Bei dickem Haar auch schon einmal 100 Stück. In den neun Jahren habe ich 715 Kaltwellen ausgeführt und demzufolge rund 33.000 Wickel eingesetzt.

Klappern gehört zum Handwerk, damit kennen Sie sich auch aus?

Durchaus, in der Ausbildung verlangte der Lehrmeister beispielsweise, dass wir die Hand ruhighalten und allein der Daumen die Schere führt. Da war regelmäßig Trockentraining angesagt. Und auch die mechanischen mit einer Hand zu drückenden Haarmesser galt es in den Griff zu bekommen, da wurde geklappert, um saubere Schnitte auszuführen.

Wer schneidet eigentlich einer Friseurin die Haare?

Da vertraue ich einer Berufskollegin, mit der ich bereits seit 34 Jahren gemeinsam arbeite.

Apropos Million: Was würden Sie damit anstellen, wenn Sie eine Million Euro erhielten?

Da würde ich mit der gesamten Familie eine Weltreise auf einem Kreuzfahrtschiff antreten wollen.

In der Sommerreihe erschienen zuletzt Beiträge mit dem Berufskraftfahrer Engelbert Swigon aus Leubsdorf, dem Gärtnermeister Arndt Kutzke aus Hohenfichte, dem Seiler Jens Bauer aus Erdmannsdorf, dem früheren Schulleiter Wolfgang Drechsler aus Flöha, der Fleischereifachverkäuferin Ines Glöckner aus Leubsdorf und Kunsthandwerker Björn Köhler aus Eppendorf. Alle bisherigen Interviews finden Sie im Internet. www.freiepresse.de/

berufsmillionaere

 
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