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Vor fünf Jahren war das Wasserrad am Klein-Erzgebirge noch im März eingefroren. Ob der Winter in diesem Jahr am Ende doch noch frostig bleibt oder nur eine Episode, werden die nächsten Wochen zeigen.

Foto: Toni Söll

Schnee in rauen Mengen

Dass der Winter auch mit Wetterunbilden verbunden sein kann, hat zuletzt das Sturmtief Friederike gezeigt. Unser Autor beobachtet das Wetter in der Region seit 1971. Ein Rückblick auf den Februar in den vergangenen Jahren.

Von Manfred Tietz
erschienen am 10.02.2018

Frankenstein. Riesenschneeflocken, heftige Gewitter und vorzeitiger Frühling: Besondere Wetterereignisse hat auch der letzte der drei Wintermonate zu bieten. So fielen am 22. Februar 1971 während eines Schneeschauers für einige Minuten Flocken mit einem Durchmesser von acht bis neun Zentimetern, fast bierdeckelgroß. Ein frappierender Anblick!

Ein heftiges Gewitter mit Orkanböen und Wolkenbruchregen zog am 2. Februar 1983 über die Region und richtete verbreitet große Schäden an. Betroffen war besonders der Raum Freiberg.

Am 6. Februar 1991 kam es spätabends bei minus 15 Grad und Mondschein zu faszinierendem Polarschneefall; glitzernder Schneestaub vom wolkenlosem Himmel. Drei Tage später berichtete die damalige Gewässeraufsicht: "Alle Seen und Flüsse, auch Elbe und Oder, sind völlig zugefroren." Kormorane kamen verstärkt ins Erzgebirge zum Fischfang an die noch vereinzelten eisfreien Schneefließabschnitte an Zschopau, Flöha und Mulde.

Vom 28. Januar bis zum 6. Februar 2002 erreichten die Temperaturen an allen zehn Tagen Werte von zehn bis maximal 16 Grad. Die Folge war ein vorzeitiges Frühlingserwachen; die Haselnussblüte setzte ein, und die ersten Feldlerchen kehrten aus ihren Winterquartieren zurück und begannen mit ihren Gesängen.

Im besonders schneereichen Fe-bruar 2010 kam es vor allem in den unbewaldeten Gegenden zu immer mehr sich auftürmenden Schneeverwehungen, sodass die Winterdienste wochenlang Schwerstarbeit verrichten mussten und auch fast alle anderen Berufstätigen immer wieder große Probleme hatten, "auf Arbeit" zu kommen. Und ein mancher musste tagelang zu Hause ausharren, da der eine und andere Schneepflug in den hohen Verwehungen nicht mehr weiter vorankam.

Letztlich kam es am 27. und 28.Februar 2013 infolge gefrierenden Regens zu starken Vereisungen. Stromleitungen und Fahrleitungen der Bahn rissen, in den Wäldern brachen zahllose Bäume unter den schweren Eislasten, Wege und Straßen wurden zu spiegelglatten Rutschbahnen, und die Zahl der Unfälle schnellte nur so nach oben. Mit 93 Prozent Wolkenanteil am Februarhimmel und nur 26 Sonnenstunden ging dieser Februar von 2013 als der trübste aller Monate seit 1971 in die Wetteranalen ein.

 
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