Wie fotografiert man den Supermond?

Das neue Jahr startet spektakulär - mit einem Supermond. Weil der Vollmond in der Nacht zum 2. Januar der Erde besonders nahe kommt, erscheint er so größer als gewöhnlich. Ein besseres Fotomotiv gibt es nicht.

Flöha/Chemnitz.

Für dieses Schauspiel zum Jahreswechsel sollte die Kamera startklar sein. Denn nicht nur zu Silvester, wenn unzählige farbige Böller aufsteigen werden, lohnt sich ein Blick in den Himmel. Sondern auch die Nächte darauf: Und wenn Sie etwas Geduld aufbringen, können Sie diese mit Ihrem Foto vom Supermond in der Flöhaer Lokalausgabe krönen. Haben Sie Lust? Dann schicken Sie uns Ihre Aufnahme vom Supermond.

Die Eckdaten: Die geringste Entfernung zur Erde wird der Planet am 1. Januar, 22.48 Uhr, haben. Deshalb erscheint er dann um vieles größer als normal. Die Vollmondphase ist am 2. Januar, Punkt 3.24 Uhr MEZ, erreicht. An beiden Tagen sollte der Supermond bei klarem Himmel nach Mondaufgang gut zu sehen sein. Den Pessimisten unter den Fotografen sei gesagt, dass nach diesem turbulenten Wetterjahr niemand seriös prognostizieren kann, ob Wolken und Regen das Naturschauspiel vermasseln werden. Manfred Tietz, der für die Lokalredaktion als Wetterbeobachter seit Jahrzehnten alle Fakten akribisch notiert, machte gestern jedoch etwas Hoffnung: "Nach meinen Erfahrungen geht über Silvester der Winter los. Wir hatten bereits zehn viel zu warme Dezembertage in Folge. Der Schnee fehlt. Vielleicht haben wir im Januar und Februar viel davon." Doch auch in den Nächten um den Jahreswechsel lohnt sich der Blick auf den Mond - selbst wenn der Nachthimmel am 2. Januar bedeckt sein sollte.

Doch wie fotografiert man nun den Supermond? Einer, der sich damit beschäftigt, ist Christian Esche. Der 22-jährige Chemnitzer studiert Multimedia/Virtual Reality-Design in Halle. Christian Esche fotografiert, sooft er kann - aktuell mit einer Canon EOS 70 D -, hat sich auf Landschafts- und Naturfotografie spezialisiert. Aufs Mond-Fotoshooting sollte man sich gut vorbereiten, empfiehlt der junge Mann. Dazu gehöre, sich zum Wetter sowie zu den Zeiten des Mondauf- und -untergangs genau zu informieren. "Wichtig ist die Wahl des Standorts. Dabei lohnt es sich, die Stadt zu verlassen, denn damit sinkt die Luftverschmutzung." Wer es sich wagt, kombiniert die Aufnahme beispielsweise mit einem Gebäude.

Besonders fotogen ist der Supermond, wenn er direkt nach Mondaufgang oder kurz vor Monduntergang knapp über dem Horizont steht. Dann sorgt die Mondtäuschung - ein psychologisches Phänomen - dafür, dass er uns noch größer erscheint. Es empfehle sich definitiv, so Esche weiter, der Einsatz eines Stativs. Denn gerade Fotos, aufgenommen mit Teleobjektiv, verzeihen keinen Wackler. Man könne sich aber mit einem Fernauslöser oder dem Selbstauslöser nach zwei Sekunden behelfen. Einfacher Stativersatz sei ein mit getrockneten Bohnen gefüllter Beutel, der sich gut ums Objektiv formen lässt.

Das perfekte Foto: "Geduld ist am wichtigsten", sagt Christian Esche. Deshalb lohne es sich, auch die Nächte davor bereits zu fotografieren und sich so nicht nur den besten Standort zu suchen, sondern auch ein Gefühl für die Zeit, die man hat, zu entwickeln. Apropos Zeit. Mit der Belichtungszeit von einem Sechzigstel seien schon gute Ergebnisse zu erwarten. Wer im Umgang mit der Lichtempfindlichkeit (ISO) unerfahren ist, sollte vom kleinst möglichen Wert ausgehen und sich langsam steigern. Man bedenke stets, dass eine höhere ISO auch Rauschen bedeutet, besonders bei nächtlichen Aufnahmen. "Zu beachten ist, dass Wolken am Nachthimmel mit bloßem Auge zwar zu sehen sind, auf dem Bild aber im Schwarz verschwinden." Das Foto sollte im Rohdatenformat gespeichert werden. So ist es möglich, die Aufnahme es im Nachhinein zu bearbeiten.

Schicken Sie uns Ihr Foto vom Supermond bitte entweder per E-Mail an die Adresse red.floeha@freiepresse.de oder posten Sie es auf der Fanseite Freie Presse Flöha. Eine Auswahl der Aufnahmen soll veröffentlicht werden. Kontakt also nicht vergessen!

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