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Der Oli-Park in Lichtenau gilt als modernisierungsbedürftig. Größere Umbauten scheitern bislang an der fehlenden rechtlichen Grundlage. Die wird nach einem Beschluss des Gemeinderates nun geschaffen.

Foto: Andreas Seidel

Geänderte Zufahrt und weiterer Fußweg

Gemeinde und Eigentümer treiben Planungen für Modernisierung voran - derzeit rechtliche Hürden für Umbau

Von Benjamin Lummer
erschienen am 10.01.2018

Der Gemeinderat Lichtenau hat ein Verfahren gestartet, das notwendige Modernisierungen im Einkaufszentrum Oli-Park möglich machen soll. Die "Freie Presse" erklärt, wie es nun weitergeht und welche Vorschläge diskutiert werden.

Wie ist die derzeitige Lage im Oli-Park?

Das Einkaufszentrum hat unruhige Zeiten hinter sich. Der alte Eigentümer, eine Eigentumsgesellschaft aus Luxemburg, war 2015 in Insolvenz gegangen; das Verfahren zog sich bis vergangenes Jahr hin. Nun gibt es einen neuen Eigentümer, die Immobiliengesellschaft Eisele Real Estate. In deren Auftrag plant der Verwalter, die EGCP-Property-Management-Gesellschaft aus München, Veränderungen im Oli-Park. Die sind dringend nötig: Die Geschäftszeile müsse modernisiert werden, sagt Martin Lohse, Referent des Lichtenauer Bürgermeisters Andreas Graf. Dem Verwalter zufolge steht aktuell ein Drittel der 35 Ladenflächen leer.

Warum hat es bislang keine größeren Veränderungen in dem Center gegeben?

Katrin Grumme, Geschäftsführerin der Verwaltungsgesellschaft, begründet das mit dem Fehlen eines Bebauungsplans. Derzeit sei es rechtlich nicht möglich, Zwischenwände zu verschieben oder rauszureißen, um die Verkaufsflächen zu verändern. Auch könne sie keine langfristigen Mietverträge mit Gewerbetreibenden abschließen, sagt Grumme. Die Gemeindeverwaltung bestätigt das Fehlen eines Bebauungsplans für das Gebiet des Einkaufszentrums. Alle bestehenden Anlagen seien dennoch genehmigt, erklärt Martin Lohse, Referent des Bürgermeisters. Bauliche Veränderungen sein aber tatsächlich nur in sehr begrenztem Rahmen möglich.

Wie geht es nun weiter?

Der Gemeinderat Lichtenau hat ein Verfahren in Gang gesetzt, das mit der Aufstellung eines Bebauungsplans enden soll. Ist das geschehen, könnte beispielsweise schneller Baurecht für Umbauten erteilt werden, erklärt Lohse. "Für uns ist das der Startschuss für konkrete Planungen", sagt Grumme. Das Verfahren, in dem auch Stellungnahmen von Anrainern und Behörden berücksichtigt werden, werde aber etwa eineinhalb Jahren dauern, sagt Lohse. Sie könne deswegen noch keinen Termin für den Start von Umbau- arbeiten nennen, ergänzt Grumme von der Verwaltungsgesellschaft.

Welche Idee verfolgen die Gemeinde und der Eigentümer für das Center?

Für die Gemeinde ist der Oli-Park der wichtigste Nahversorgungs- und Einzelhandelsstandort, sagt Lohse. "In den Ortsteilen gibt es ja außer einem Supermarkt und ein paar Bäcker- und Fleischerfilialen kaum noch etwas." Man wolle die Funktion als Nahversorger stärken, sagt Grumme. Welche Anbieter und Branchen für die leerstehenden Flächen infrage kämen, lasse sich aber noch nicht sagen. Ein großer Umbruch sei ohnehin nicht vorgesehen: "Wir arbeiten mit den Mietern, die derzeit im Oli-Park ansässig sind", sagt Grumme. Auf Nachfrage eines Lichtenauers, ob nach der Schließung der Schlecker-Filiale vor einigen Jahren wieder eine Drogerie einziehen soll, sagt die Geschäftsführerin der Verwaltungsgesellschaft: "Das wäre sinnvoll."

Wird der Oli-Park vergrößert?

Nein. Die derzeitige Verkaufsfläche - etwa 16.500 Quadratmeter - dürfe nicht überschritten werden, erklärt Grumme.

Bleibt die Zufahrt zum Oli-Park wie sie ist?

Wahrscheinlich nicht. Der Verkehrsfluss sei eines der wichtigsten Themen, die man angehen wolle, sagt Grumme. Ein Hauptproblem sei, dass es derzeit nur eine Zufahrt zum Gelände gebe. Die werde sowohl von Kunden als auch von Unternehmern genutzt, die das Gewerbegebiet ansteuern, das sich neben dem Oli-Park befindet. Ziel sei es, die Verkehrsströme zu trennen, so die Verwalterin. Ein von ihr in der Gemeinderatssitzung vorgestellter Plan sieht zudem einen Kreisverkehr an der Ampelkreuzung vor. Der sei aber nur "Zukunftsmusik", sagt Lohse aus der Verwaltung.

Was wünschen sich Kunden?

Der Lichtenauer Horst Esche schlug vor, das Center mit einem weiteren Fuß- und Radweg parallel zur Autobahn anzubinden, damit Kunden ohne Auto nicht die viel befahrenen Staatsstraßen entlanglaufen beziehungsweise -radeln müssten. Sowohl Gemeindeverwaltung als auch der Verwalter des Parks halten das für sinnvoll und wollen es prüfen..

Was unternimmt der Verwalter, bis der Bebauungsplan steht?

Neben der Suche nach neuen Mietern lege man den Fokus darauf, mehr Kunden anzulocken, sagt Grumme. Das soll mit speziellen Aktionen geschehen. Nachdem das Herbstfest 2017 ausgefallen war, soll es dieses Jahr wieder eine Aktion im Herbst geben - am 7. Oktober. Zudem seien ein Frühlingsfest (6. Mai) und ein Weihnachtsmarkt (9. Dezember) geplant. Der Gemeinderat genehmigte für diese drei Sonntage die Ladenöffnung.

 
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