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Glyphosat-Verzicht: Glauchau macht nun ernst

Der Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln soll auf öffentlichen Flächen in Glauchau künftig tabu sein. Die Methode: Ein Teil des Grüns wird einfach stehen gelassen. Dafür will die Stadt einen Preis bekommen.

Von Stefan Stolp
erschienen am 17.05.2018

Glauchau. Wer durch den Gründelpark in Glauchau spaziert und den Bereich des Hammerteiches erreicht, dem fällt auf, dass dort die Grünfläche nicht gemäht ist, wie es zum Beispiel im Schlosspark der Fall ist. Lediglich ein schmaler Streifen entlang des Hauptweges ist kurz geschnitten. Auf der Fläche dahinter, zwischen den Bäumen, sprießt das Unkraut.

Das ist Absicht, sagt die Stadt. Denn der Bereich des Hammerteiches gehört neuerdings zu den Grünflächen der Stadt, die "naturnah in Form von Teilmahd" bewirtschaftet werden, wie es Rathaussprecherin Bettina Seidel formuliert. Zumindest sei der Bereich im Gründelpark ein erster Ansatz dafür. Die Schaffung dieser naturnahen Grünflächen sind Bestandteil eines bundesweiten Wettbewerbs, bei dem es um die Verleihung des Titels "Stadt-Grün naturnah" geht. Glauchau ist eine von 16 Kommunen in ganz Deutschland, die derzeit bei diesem Wettbewerb mitmachen und Preise gewinnen können. Ziel in Glauchau ist nach Auskunft der Stadt eine künftige Grünflächenstrategie, die zu einem Verzicht auf den Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln wie zum Beispiel Glyphosat führen soll. Ob Glauchau den Titel "Stadt-Grün naturnah" in Gold, Silber oder Bronze bekommen wird, werde sich zeigen.

Auslöser dieser ökologischen Aktivitäten sind aber nicht die Grünen, sondern die Glauchauer Stadtratsfraktion der Linken. Die hatte Ende vergangenen Jahres einen Vorschlag eingebracht, dass die Stadt Blühflächen auf kommunalen Arealen anlegen soll, um etwas für den Insektenschutz zu tun. Der Stadtrat hatte dem damals mehrheitlich zugestimmt. Und im Zuge dessen sucht die Stadt nun Flächen, die für solche Blühwiesen infrage kommen und die "Eigendynamik der Flora" ermöglichen, sprich: Wildwuchs. Um welche Flächen es sich dabei handelt, darüber hält sich die Stadt noch bedeckt. Ende Mai soll der Stadtrat und dann die Bevölkerung informiert werden. Es gebe viele Möglichkeiten, die Stadt naturnah zu gestalten.

Bekannt ist bislang nur, dass die Stadt Glauchau dem Imkerverein ein Areal anbieten will, auf dem die Imker eine Blühwiese bewirtschaften können. Der Vorsitzende des Imkervereins, Torsten Franz, will derzeit noch nichts zu der geplanten Fläche sagen.

 
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Glyphosat-Verzicht: Glauchau macht nun ernst
Kommentar: Es geht um Akzeptanz
 
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