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Foto: Ariane Bühner

Umleitung ist zwölf Kilometer lang

Auf kurzem Weg von Glauchau nach Reinholdshain fahren, das wird in den nächsten Tagen nicht möglich sein. Aber es gibt Ausnahmen.

Von Cornelia Kunze
erschienen am 12.02.2018

Glauchau/Reinholdshain. Zwei Wochen lang wird ab heute die Zufahrt nach Reinholdshain von Glauchau aus und umgekehrt nur mit einem Umweg von insgesamt zwölf Kilometern und entsprechend zeitlichem Mehraufwand möglich sein. Grund dafür ist eine Baustelle. Die Westsächsische Abwasserentsorgungs- und Dienstleistungsgesellschaft (WAD) wird während der Winterferien einen Kanal verlegen, damit der ab März geplante Brückenbau über den Reinholdshainer Bach beginnen kann. Zwischen der Lungwitztalstraße und dem Relsner Eck, Hausnummer 5, geht nun erst einmal gar nichts mehr. Von der Vollsperrung betroffen sind unter anderem der Kindergarten "Kleine Einsteins", die Firma Kluge Automobile, weitere kleinere Unternehmen und das "Bauernstübel", aber auch die Feuerwehr der Ortschaft. Alle, bis auf die Feuerwehr, sind unmittelbar an der Baustelle zu finden.

Birgit Berghoff, die Leiterin des Kindergartens, sieht es pragmatisch. "Was soll's, gebaut werden muss, und es ist ja zeitlich begrenzt", sagt Berghoff. Von der WAD habe sie allerdings erwartet, dass man im Vorfeld über die Baumaßnahme informiert wird. Die betroffenen Eltern sind indes von Birgit Berghoff auf die Sperrung hingewiesen worden.

Wie die Kindergartenleiterin sieht es auch Udo Kluge, Inhaber der Firma Kluge Automobile, gelassen. "Ich habe davon zwar offiziell noch nichts erfahren, aber bitte, wenn gebaut werden muss, dann ist es eben so. Wer zu mir will, der fährt auch über einen Umweg hierher", sagt der Kfz-Fachmann. Und auch er muss, wenn er zu seinem Arbeitsplatz will, den Umweg über Remse in Kauf nehmen. "Ich sehe das nicht als Problem, denn die Dauer der Baustelle ist zeitlich absehbar. Natürlich wäre es schön gewesen, wenn uns vorher mal jemand informiert hätte, ein Zettel im Briefkasten hätte da schon gereicht", sagt Kluge. Sauer ist dagegen der Inhaber des "Bauernstübels", Jürgen Kaatz. "Nicht nur, dass wir vorher über die Vollsperrung nicht informiert worden sind, zwei Wochen lang sind wir hier nur über einen großen Umweg zu erreichen, den Umsatzausfall bezahlt uns niemand", sagt der Gastwirt. Wenn man es wenigstens mit einer halbseitige Sperrung versucht hätte, wäre den Anliegern viel geholfen. "Ich hoffe nun, dass die Vollsperrung wirklich nur zwei Wochen dauert. Bei Bauarbeiten weiß man ja nie."

Eine Ausnahmeregelung gibt es hingegen für die Feuerwehr und den Rettungsdienst. Beide können eine Umleitung über die Lungwitztalstraße, weiter über den Damm- weg, einen Landwirtschaftsweg, die Schulstraße und die Ringstraße nutzen. "Größere Schlaglöcher im für uns freigegebenen Landwirtschaftsweg sollen im Vorfeld durch den Baubetrieb ausgebessert werden", sagt Glauchaus Stadtwehrleiter René Michehl.

Bereits am vergangenen Donnerstagmittag hatten Mitarbeiter eines Verkehrstechnikunternehmens an der Lungwitztalstraße die Hinweisschilder für die Umleitungsstrecke aufgebaut. Diese führt ab heute bis Ende nächster Woche ab der Lungwitztalstraße/Ecke Relsner Eck über die B 175 nach Remse, von dort aus weiter über die Grünefelder Straße, über die Wolkenburger Straße durch Kleinbernsdorf nach Reinholdshain hinein über die Ringstraße bis zur Baustelle.

 
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