Werbung/Ads
Menü

Themen:

Robby Hammer (links) im Luisenhof hat mit seinem Verein noch viel vor. Unterstützt werden die Umbauten vom Leader-Programm.

Foto: Andreas KretschelBild 1 / 3

Callenberger profitieren am häufigsten von Förderprogramm

Mit dem Geld soll der ländliche Raum unterstützt werden. In einigen Orten wird das oft genutzt - in anderen gar nicht.

Von Christian Meyer
erschienen am 13.02.2018

Meerane/Callenberg. Noch ist der Raum, in dem Robby Hammer im Langenchursdorfer Luisenhof steht, eine Baustelle. Bis zum Sommer soll hier alles neu hergerichtet sein. "Früher war das ein Schweinestall. Wir wollen ihn für unser Bildungsprogramm 'Grünes Klassenzimmer' mit Schülern nutzen", sagt er. Hammer gehört zum Verein "Heilpädagogisch-Künstlerisches Therapeutikum". Für den Ausbau des Zimmers sowie eines weiteren Raumes darüber erhält der Verein zusammen 40.000 Euro aus dem Programm Leader-Region Schönburger Land. Auch für das Café des Hofes sind bereits Gelder aus dem Vorgängerprogramm geflossen.

In der Gemeinde Callenberg, zu der Langenchursdorf gehört, steht Hammer mit dieser Unterstützung nicht allein da. Hier sind mit bislang 24 Vorhaben die meisten Projekte des Förderprogramms umgesetzt worden. In anderen Kommunen sind es deutlich weniger, in Meerane gar keines. Dabei ist der Fördertopf von 2014 bis 2020 mit 12 Millionen Euro gefüllt.

Wie kommt das? "Eine Gemeinde wie Callenberg ist voll förderfähig, weil es ländlich geprägt ist", sagt Martin Böhm von der Leader-Geschäftsstelle in Waldenburg, die bei den Anträgen behilflich ist. Die Stadtgebiete in Meerane, Glauchau, Limbach-Oberfrohna und Lichtenstein sind dagegen von Investitionen ausgeschlossen. Mehrmals im Jahr werden sowohl Verwaltungen als auch Vereine, Kirchen, Gewerbe oder Privatleute aufgefordert, sich zu bewerben. Das Ziel: Die Entwicklung ländlicher Regionen. Über die Bewilligung entscheidet ein Koordinierungskreis, in dem die Bürgermeister aller Kommunen sowie Personen aus dem Wirtschafts- Sozial- und Kulturleben sitzen. Bereitgestellt wird das Geld vom Freistaat und der Europäischen Union.

"Die Callenberger sind gut vernetzt", so Martin Böhm. Dass das in der Gemeinde gut funktioniert, hört man auch Bürgermeister Daniel Röthig an, wenn man mit ihm über die Leader-Region spricht. "Es ist ein gutes Förderprogramm", sagt er. "Gerade für eine ländliche Region, wo es viele alte Baustrukturen gibt, ist das ideal. Wir sehen uns in der Verwaltung auch als Werbepartner des Projekts, sprechen viele Bürger darauf an." Er sieht allerdings auch Probleme: "Die Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle in Waldenburg klappt super. Aber insgesamt ist das Programm heillos überbürokratisiert." Ein paar Vereinfachungen habe es inzwischen gegeben. Röthig hofft, dass weitere folgen.

Während Callenberg am häufigsten profitiert, steht bei Meerane eine Null bei den bislang bewilligten Projekten. Bauvorhaben können dort nur in Waldsachsen und Dittrich gefördert werden. Warum auch dort noch kein Geld hingeflossen ist? "Wir haben darauf reagiert. Neben Hinweisen im Amtsblatt und im Internet gab es im September eine Informationsveranstaltung", teilte die Stadtverwaltung mit. Immerhin: Inzwischen seien auch aus Meerane erste Anträge in der Leader-Geschäftsstelle eingegangen.

In Langenchursdorf freut sich Robby Hammer derweil auf sein "Grünes Klassenzimmer", bei dem junge Menschen mit dem landwirtschaftlichen Alltag vertraut werden. Erst im Dezember wurde ein weiteres Vorhaben im Luisenhof bewilligt: die Sanierung des Stallgebäudes. Jetzt, da der Verein weiß, wie die Förderung läuft, geht ein Antrag leichter von der Hand. "Und der Leaderkreis will das Geld ja auch los werden", sagt Robby Hammer.

www.region-schoenburgerland.de

 
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
0
Kommentare
0
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)

Lesen Sie auch

Bildergalerien
  • 18.02.2018
Andreas Kretschel
Großbrand in Gersdorf

Auf dem Betriebsgelände einer Betonfirma in Gersdorf hat am Sonntagnachmittag eine Halle in Brand gestanden. ... Galerie anschauen

 
  • 11.02.2018
Andreas Kretschel
Feuer an der Glauchauer August-Bebel-Straße

Wegen eines Brandes ist am Abend die Feuerwehr zur August-Bebel-Straße in Glauchau ausgerückt. ... Galerie anschauen

 
  • 05.02.2018
Niko Mutschmann
Wohnungsbrand in Schneeberg

Bei einem Wohnungsbrand in Schneeberg sind am Montagabend zwei Menschen verletzt worden. Sie kamen ersten Angaben nach mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. ... Galerie anschauen

 
  • 05.02.2018
Ellen Liebner
Zwei Tote bei Brand in Plauen

Zwei Menschen sind am Montag bei einem Brand an der Dürerstraße in einem Mehrfamilienhaus in Plauen ums Leben gekommen. Vier weitere wurden verletzt, einer von ihnen schwer. ? ... Galerie anschauen


 
 
 
Wetteraussichten für Hohenstein-Ernstthal
Mi

3 °C
Do

1 °C
Fr

1 °C
Sa

1 °C
So

-3 °C
 
Unsere Youtube-Videos

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Freie Presse Immobilien
Immobilienangebote für Hohenstein-Ernstthal

Finden Sie Ihre Wohnung in Hohenstein-Ernstthal

Immobilienportal

Mietangebote

Kaufangebote

 

 
 
 
 
Online Beilagen

Partystimmung auf Knopfdruck - bei MediMax.

Unsere aktuellen Angebote - auf einen Klick...

 
 
 
 
Ärztliche Notdienste
Apotheken und Ärzte der Region

Manchmal muss es schnell gehen. Notrufe und Notdienste der Apotheken und Ärzte finden Sie hier.

weiterlesen
 
 
 
 
Freie Presse vor Ort

09337 Hohenstein-Ernstthal
Dr.-Wilhelm-Külz-Platz 7
Telefon: 03723 6515-0
Öffnungszeiten:
Mo./Di./Do. 9.00 - 13.00 Uhr u. 14.00 - 17.30 Uhr
Mi./Fr. 9.00 - 13.00 Uhr

weiterlesen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
|||||
mmmmm