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Blick vom Atrium-Hotel auf den Bahnhof. Obwohl der Stadtrat im März 2017 den Verkauf beschlossen hat, fehlen immer noch die Unterschriften unter einem Vertrag. Foto: Thomas Michel

Foto: Thomas MichelBild 1 / 2

Gesundheitsbahnhof: Investor bekommt Ultimatum gestellt

Nachdem die Termine zur Unterschrift des Kaufvertrages immer wieder verschoben worden sind, gibt es ein Machtwort aus dem Rathaus in Crimmitschau.

Von Holger Frenzel
erschienen am 10.02.2018

Crimmitschau. Die Investoren, die den Bahnhof in Crimmitschau kaufen wollen, müssen endlich Farbe bekennen: Sie sollen sich bis Donnerstag zu ihren Plänen positionieren und bis zum 31. März 2018 einen Kaufvertrag für die unter Denkmalschutz stehende Immobilie unterschreiben. Das hat Oberbürgermeister André Raphael (parteilos) in einem Schreiben den Rehei-Geschäftsführern Annette Heimrich und Jürgen Rehse mitgeteilt. Der Stadtchef macht deutlich: "Falls es kein klares Signal gibt, werde ich dem Stadtrat zur nächsten Sitzung am 15. März vorschlagen, den Beschluss zum Verkauf des Bahnhofs aufzuheben."

Die Rehei-Verantwortlichen waren in dieser Woche telefonisch nicht zu erreichen. Sie hatten zuletzt im Dezember 2017 mitgeteilt, dass es noch kein unterschriftsreifes Dokument für den Kauf gebe. Raphael: "Der Vertrag ist aus meiner Sicht unterschriftsreif. Falls es noch Änderungswünsche gibt, müssen sie vom Investor vorgetragen werden."

Ein Blick zurück: Im März 2017 haben die Stadträte den Verkauf des Bahnhofs beschlossen - für 62.500 Euro. Damals teilte Wirtschaftsförderin Andrea Beres mit: "Wir haben einen Investor gefunden, der kein Anlageobjekt sucht und sich mit Spezialimmobilien auskennt. Die Geduld hat sich gelohnt." In der Folgezeit entwickelte sich allerdings eine Geduldsprobe, mussten die Termine für die Unterschrift unter den Kaufvertrag immer wieder verschoben werden. Raphael: "So etwas muss normalerweise zeitnah nach dem Beschluss zum Verkauf über die Bühne gehen."

Bei den Verantwortlichen im Rathaus wächst die Sorge, dass sich der Kauf und die angeschobene Sanierung des Bahnhofs möglicherweise zu einem (finanziellen) Bumerang entwickeln. Crimmitschau hat für die Sicherungsarbeiten am Dach und an der Fassade vor drei Jahren einen Zuschuss von 276.500 Euro bekommen. Das Geld stellten Bund und Freistaat zur Verfügung. Mit einer Bedingung: Die Sanierung des Komplexes muss bis 2023 abgeschlossen sein. Ansonsten droht die Rückzahlung der Zuschüsse. "Wir kennen die Auflagen und wissen, dass wir Leben in den Bahnhof bekommen müssen", sagt Raphael.

Dafür will der Rathauschef - falls der Vertrag mit Annette Heimrich und Jürgen Rehse platzt - möglicherweise sogar das Konzept für das 1873 errichtete Gebäude überdenken. Bisher ist vorgesehen, dass Arztpraxen und Firmen mit einem Angebot im medizinischen Bereich in den Gesundheitsbahnhof einziehen sollen. Raphael: "Das Korsett ist sehr eng geschnürt." (mit umü)

 
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