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Foto: ariane bühner

Gewerbegebiet: Stadtrat gibt grünes Licht

Eine weitere Hürde für die Ansiedlung von Firmen zwischen Crimmitschau und Meerane ist übersprungen - trotz der Proteste von Bauern.

Von Holger Frenzel
erschienen am 11.11.2017

Crimmitschau. Auf einer Fläche, die eine Größe von rund 20 Fußballplätzen hat, ist die Ansiedlung von Industrie- und Gewerbeunternehmen möglich. Die Stadträte von Crimmitschau haben vorgestern Abend grünes Licht für den Bebauungsplan mit dem Titel "Gewerbegebiet an der B 93" gegeben. Damit ist eine weitere Hürde für die Entwicklung des Gebietes zwischen Crimmitschau und Meerane übersprungen. Auf der Gemarkung von Meerane hat das Metawerk bereits die ersten Hallen errichtet. Mit dem Bebauungsplan kann nun endlich auch auf der Flur von Crimmitschau für Baurecht auf einer Fläche von rund 14,6 Hektar gesorgt werden.

"Die Entwicklung des Gewerbegebietes ist zudem eine ganz wichtige Voraussetzung für die geplante Verlegung der S288", sagt der Crimmitschauer Oberbürgermeister André Raphael (parteilos). Bisher führt die Staatsstraße noch durch die Ortschaften von Gablenz und Waldsachsen - dort klagen viele Anwohner über Verkehrslärm.

Protest gegen die Erschließungspläne gab es von Stadtrat Lutz Gärtner (Linke). Er stimmte gegen den Bebauungsplan. "Es ist sträflich, wie wir mit unserem Grund und Boden umgehen. Hier wird erneut wertvolles Ackerland versiegelt", sagte Lutz Gärtner. Der Linken-Fraktionsvorsitzende protestierte bereits in der Vergangenheit gegen die Pläne zur Schaffung des Gewerbegebietes. Aus seiner Sicht bringen die Städte damit die landwirtschaftlichen Unternehmen immer stärker in Bedrängnis. Gärtner: "Wir leben über unsere Verhältnisse."

Auf die Gefahren hat zuvor auch schon der Regionalbauernverband Westsachsen bei der Anhörung der Träger öffentlicher Belange hingewiesen. Insgesamt 47 Einrichtungen, Verbände und Nachbarorte wurden um ihre Stellungnahmen gebeten. Der Regionalbauernverband argumentiert, dass "ein Abgang von Ackerland für den Berufsstand nicht hinnehmbar ist." Stattdessen soll die Revitalisierung von Industriebrachen in den Städten vorangetrieben werden.

Mit einer kleinen Forderung hat sich der Regionalbauernverband durchgesetzt. Für die Flächenversiegelung machen sich sogenannte Ausgleichsmaßnahmen erforderlich. Dazu gehörte bisher die geplante Renaturierung des Paradiesbachs in Crimmitschau. "Das dortige Grünland lässt sich sehr gut bewirtschaften. Mit einem offenen Graben würden Splitterflächen entstehen, die eine Bewirtschaftung mit moderner Technik nicht zulassen", teilt der Regionalbauernverband mit. Deshalb hat die Stadt die Ausgleichsmaßnahme gestrichen. Als Alternative werden Baumpflanzungen in der Mark Sahnau vorgeschlagen.

 
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