Grüne Oasen locken viele Neugierige an

Elf Gartenbesitzer haben gestern ihre Pforten für Besucher geöffnet. Und die ließen sich nicht lange bitten.

Crimmitschau.

Wer bei Familie Neuber-Schulz in der Crimmitschauer Ritterstraße die Badehose eingepackt hatte, hatte gestern gute Karten. "Unser Schwimmteich ist an der tiefsten Stelle 1,50 Meter tief und ein Bad sehr erfrischend", sagte Hausherr Uwe Schulz. Zum zweiten Mal öffnete das Ehepaar innerhalb der Aktion "Tag der offenen Gartenpforte" in Crimmitschau seine Türen für Besucher. "Ich hätte niemals vermutet, dass sich hinter dem kurzen Zaun so eine große Oase auftut", freute sich Regine Ungethüm, dass sie extra von Zwickau herübergekommen war, um den hiesigen Gärten einen Besuch abzustatten. "Es ist eine schöne Bestätigung für unser Hobby", erklärte Ramona Neuber-Schulz ihre Beweggründe für eine erneute Teilnahme. Eine Supergärtnerin sei sie aber nicht. "Bei mir wächst vieles so, wie es wächst. Das gefällt mir."

Gepflegt und einladend, so präsentierte sich der Garten von Barbara Claes an der Crimmitschauer Karl-Marx-Straße. Er lud unter dem Titel "Wilde Romantik" Besucher ein, für die die Gastgeberin extra gebacken und Speckfettbemmen geschmiert hatte. Wobei Barbara Claes, die zum ersten Mal bei dieser Aktion mitmachte, die Bezeichnung "Wohnzimmer-Garten" lieber gewesen wäre. "Früher gab es hier nichts außer einer wild wuchernden Wiese und die Mauer zum Nachbargrundstück", erzählte die Verwaltungsmitarbeiterin von den Anfängen auf ihrem Grundstück. Das besticht unter anderem durch gemütliche Sitzecken, sogar mit Kamin, und einen Seerosenteich, den die Gastgeberin eigenhändig ausgehoben und angelegt hat. Zu den ersten Besuchern zählte ein Ehepaar aus Schwerin, das aus der "Freien Presse" von der Aktion erfahren hatte. In Mecklenburg-Vorpommern gebe es derartige Veranstaltungen schon seit vielen Jahren.

Einen riesigen Ansturm erlebte gestern der "I.deen G.arten" von Ines Geier am Waldsachsener Weg. "Mein Sohn hat in der ersten Stunde schon mehr als 80 Besucher gezählt", sagte die 51-Jährige, die gerade Kaffee ausschenkte und Kuchen aufschnitt, mit einem Strahlen im Gesicht. Die Crimmitschauerin hatte auch diesen 2. Tag der offenen Gartenpforte in ihrer Heimatstadt organisiert. "Und die Resonanz zeigt mir, dass es den Leuten gefällt, in ,fremde Gärten' zu schauen und sich Anregungen für ihre eigenen zu holen." Also nur logisch, dass es im kommenden Jahr eine Neuauflage dieser privaten Aktion geben wird.

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