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Holger Norden, Heinrich Otto und Regina Teumer (von links) kümmern sich um die historische Sammlung. Sie ist auf dem Gelände der Tuchfabrik an der Leipziger Straße untergebracht.

Foto: Thomas Michel

Hilferuf aus dem Fundus: Verein braucht personelle Unterstützung

Senioren kümmern sich um Zeitzeugen der Stadtgeschichte. Das ist aber keine Dauerlösung. Eine Petition soll nun die Diskussion anschieben.

Von Holger Frenzel
erschienen am 14.09.2017

Crimmitschau. 18.000 Exponate gehören zum Fundus der historischen Sammlung in Crimmitschau. Die Palette reicht von historischen Fahnen über das Uhrwerk der alten Rathausuhr bis hin zu einer Zinnsammlung. Dazu kommen alte Postkarten und historische Fotos, die den Wandel in der Stadt an der Pleiße zeigen. Auch Puppen und Bühnen, die von Puppenspieler Max Wagner-Liebhaber (1898-1985) stammen, befinden sich im Fundus. Darum kümmern sich - mittlerweile seit dem Februar 1997 - Mitglieder des Heimatvereins. Wohlgemerkt: im Ehrenamt. Die Stadt unterstützt die Arbeit mit einem jährlichen Zuschuss von 1300 Euro für Ankäufe und Reparaturen.

Das ist allerdings ein Ritt auf der Rasierklinge. Die Mitglieder des Heimatvereins, die den Fundus betreuen, werden nicht jünger. Der Vorsitzende Heinrich Otto ist 80 Jahre alt. Sein Stellvertreter Holger Norden zählt 72 Lenze. Das Durchschnittsalter der acht Vorstandsmitglieder des Heimatvereins beträgt 73,2 Jahre. Nachdem es in der Vergangenheit von den Kommunalpolitikern aus Crimmitschau nur Lippenbekenntnisse zur Zukunft der Sammlung gab, will der Heimatverein die Diskussion nun mit einer Petition wieder in Gang bringen. Der Titel: "Erhaltung und Zukunft der städtischen historischen Sammlung." Damit beschäftigen sich die Stadträte heute Abend zur Sitzung des Verwaltungsausschusses.

"Es muss endlich Klarheit geben - zur Zukunft und zur Finanzierung", sagt Heinrich Otto. Der Heimatverein fordert in der Petition, dass sich künftig eine ausgebildete Fachkraft um das historische Erbe der Stadt kümmern soll. Die Mitglieder bieten Hilfe bei Einarbeitung und Übergabe an. Bis die Finanzierung gesichert, die Stellenbeschreibung erstellt und das Auswahlverfahren abgeschlossen sind, wird noch viel Wasser die Pleiße runterfließen. Das weiß Heinrich Otto: "Es wäre schön, wenn sich 2018 etwas tut." Die jetzige Situation schätzt die Stadt nach Aussage von Rathaussprecherin Uta Pleißner als "nicht günstig ein". Sie sagt: "Bisher hat der Heimatverein die Sammlung betreut. Dies wird in der bisherigen Form nicht mehr länger möglich sein." Zuletzt haben sich Experten vor vier Jahren bei einer Untersuchung des Fundus beschäftigt. Die Ergebnisse sollen aktualisiert werden. Pleißner nennt drei Optionen. Erstens: Die Sammlung wird nur aufbewahrt. Zweitens: Die Sammlung kann weiterentwickelt werden. Drittens: Daraus entsteht wieder ein "richtiges" Heimatmuseum. "Möglicherweise kann die Diskussion noch dieses Jahr beginnen, um in angemessener Zeit ein Ergebnis zu finden", sagt Uta Pleißner.

Die Sitzung des Verwaltungsausschusses beginnt heute, um 18 Uhr, im Ratssaal.

 
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