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Während andere Großvermieter ihren Wohnungsbestand aufgrund hohen Leerstands reduzierten, baute die WGF neu. Foto: Thomas Michel

Foto: Thomas Michel

Novum: Für Wohnungssuchende gibt es in Fraureuth Warteliste

Der Großvermieter WGF investiert in diesem Jahr 900.000 Euro in Werterhaltungsmaßnahmen in seinem Bestand.

Von Uwe Mühlhausen
erschienen am 14.06.2018

Fraureuth. Die Wohnungsbaugenossenschaft in Fraureuth (WGF), Herr über 755 Wohnungen, gilt als Musterknabe in der Branche. Während andere Großvermieter, egal ob kommunale Anbieter oder Genossenschaften, über Leerstand klagen und durch Rückbau von Gebäuden ihren Bestand reduzieren, ist das bei der WGF kein Thema. Auch nicht auf längere Sicht. Im Gegenteil.

Bei der WGF gibt es für Interessenten inzwischen sogar eine Warteliste. Die beträgt im Durchschnitt bis zu drei Monate. So lange dauert es ungefähr, bis eine frei werdende Wohnung modernisiert ist. "Das geschieht nach Rücksprache mit den neuen Mietern, wobei deren Wünsche auch Berücksichtigung finden", sagt die Vorstandsvorsitzende der WGF, Renate Künzel. Damit will das Unternehmen zugleich den Bedürfnissen junger Mieter Rechnung tragen. "Dazu gehört auch die Zusammenlegung von zwei Wohnungen auf einer Etage zu einer großen mit zwei Kinderzimmern", erklärt Künzel. Das habe man bereits erfolgreich praktiziert. "Daran halten wir auch fest und werden in diesem Jahr erneut ein derartiges Projekt verwirklichen." Inzwischen hat sich auch der Altersdurchschnitt der Mieter verändert. War vor ein paar Jahren noch die Mehrheit der Genossenschaftsmitglieder im Rentenalter, so lockt das Wohngebiet am Fritz-Heckert-Ring jetzt zunehmend junge Leute an. Eine der Ursachen dafür ist ein stimmiges Umfeld. Dabei profitiert der Großvermieter unter anderem auch vom Neubau des Einkaufszentrums und dem Bau der Westtrasse, beides in Nachbarschaft des Wohngebietes.

Rund 900.000 Euro will der Großvermieter in diesem Jahr in die Modernisierung seines Bestandes investieren, um weiterhin attraktiv zu bleiben. Dazu gehört unter anderem die Fassadenreinigung der Gebäude am Fritz-Heckert-Ring 10 sowie dem Block mit den Hausnummern 32/34/36. Geplant ist ebenfalls die Erneuerung der zehn Müllschleusen am Fritz-Heckert-Ring, dem größten Wohngebiet des Großvermieters. "Die vorhandenen Müllschleusen sind bis zu 14 Jahre alt. Die Technik ist überaltert, dafür sind kaum noch Ersatzteile zu bekommen", begründet Renate Künzel den Schritt. Die Kosten: 50.000 Euro.

Außerdem steht in diesem Jahr ein Jubiläum an, dass der Großvermieter mit einem kleinen Fest im September feiern will. Dann jährt sich zum fünften Mal die Fertigstellung des Mehrgenerationenhauses "Neues Wohnen" an der Werdauer Straße. Rund 5,7 Millionen investierte die WGF 2013 in das Vorhaben und beschritt damals Neuland. Es war der erste Neubau, den das Unternehmen nach der Wende errichtete und zugleich eines der ersten Projekte in der Art, die eine Genossenschaft nach der Wiedervereinigung realisierte. Eine Entscheidung, die Künzel damals schlaflose Nächte bereitete, die sie heute jedoch wieder treffen würde. "Wir haben mit dem Projekt nicht nur ein neues Angebot für die Genossenschaftsmitglieder geschaffen, sondern mit den im Haus vorhandenen Ärzten und Einrichtungen zugleich die Wohnbedingungen für die Mieter am Fritz-Heckert-Ring verbessert."

An den Mietpreisen, die laut Künzel unter denen anderer Großvermieter in der Region liegen, will sie festhalten. Die betragen im Wohngebiet am Fritz-Heckert-Ring in Fraureuth sowie am Standort in Werdau-Sorge 4,35 Euro pro Quadratmeter und in Werdau-West 4,50Euro. Hinzu kommen noch die Nebenkosten. Zu den geplanten Projekten gehört die Schaffung von rund 60 zusätzlichen Stellplätzen im Fraureuther Wohngebiet. Das dafür benötigte Grundstück hat die WGF bereits von der Kommune erworben. Damit soll die Parkplatzsituation weiter entschärft werden. Ein Termin für die Realisierung des Vorhabens steht noch nicht fest.

 
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