Zehn Fakten und Kuriositäten über Zwickaus Spuren

Ein Jahr lang hat sich der Journalist Christian Adler für die "Freie Presse" auf ganz besondere Weise mit der Muldestadt beschäftigt. Dabei hat er Bemerkenswertes erlebt.

90 Orte in elf Ländern waren Teil der Serie "Auf Zwickauer Spuren". Den größten Teil davon hat Christian Adler auch tatsächlich besucht - manche gezielt, andere im Rahmen ohnehin geplanter Urlaube.

Mehr als 50.000 Kilometer hat Adler für die Serie im Flugzeug zurückgelegt, darunter waren zwei Transatlantikflüge nach Miami und Kuba, acht Europa-Flüge, ein Inlandsflug sowie vier Zubringerflüge nach Frankfurt und München.


14.000 Kilometer Autofahrt liegen hinter dem Autor. Dazu gehörten Touren nach Südtirol, mehrere Rundfahrten durch Deutschland und auch vier Fahrten nach Tschechien. 5000 Kilometer war Christian Adler zudem im Zug unterwegs, 500 Kilometer auf dem Fahrrad und auch eine Fährfahrt auf der Ostsee hat er für die Serie unternommen.

Ärger bekam Christian Adler in Prag: Beim Fotografieren des Trabant-Denkmals war er mit seiner Kamera der US-Botschaft zu nahe gekommen und erhielt einen Rüffel des Wachposten. "Grundsätzlich ernte ich mit meiner Kamera des Öfteren ungläubige Blicke nach dem Motto: Was gibt es hier eigentlich zu sehen? Das ist in Zwickau nicht anders als anderswo", berichtet Adler.

Besonders viel Wert legte Adler auf Serien-Teil 44: Darin ging es um die Mahnmale für die NSU-Opfer. "Eine aufwendige Recherchereise durch ganz Deutschland, die mir persönlich wichtig war", sagt Christian Adler. Als der sogenannte Nationalsozialistische Untergrund 2011 enttarnt worden war, befand sich Adler zunächst in Rom. "Beim Umstieg am Flughafen in München sah ich die Zeitungen mit den Schlagzeilen über die Zwickauer Terrorzelle, wodurch mir das Ausmaß der Explosion in Weißenborn erst so richtig bewusst geworden ist."

Quälenden Durst spürte Adler bei einer seiner Fahrradtouren: "Die erste Etappe des Radtour entlang des Mulderadweges fiel auf einen extrem heißen Sommertag und meine Getränkevorräte waren schon kurz nach Morgenröthe-Rautenkranz aufgebraucht", berichtet er. Der Weg bis zum nächsten Supermarkt in Eibenstock sei ihm unendlich vorgekommen.

Was noch fehlt: "Irgendwann möchte ich mich auf die Spuren der Schockens in New York und Israel begeben", blickt Christian Adler voraus.

Ein ganz persönliches Jubiläum steht für Christian Adler im nächsten Jahr an: Dann wird der Journalist 40 Jahre alt. Und er feiert nicht allein. "Mein 40. Geburtstag fällt 2018 mit der Feier zum 900. Stadtjubiläum zusammen. So macht das Älterwerden doch Spaß."

Den zehnten Geburtstag feiert im Herbst 2017 Christian Adlers Blog "Zwickautopia", dort hat der gebürtige Zwickauer noch viele andere spannende Fakten über die Muldestadt zusammen getragen.

www.zwickautopia.de

Die 52 Folgen der "Freie Presse"- Serie "Auf Zwickauer Spuren" können jederzeit im Internet nachgelesen werden. www.freiepresse.de/spuren


"Man hielt mich in Frankreich für einen Paparazzo"

Christian Adler liebt seine Geburtsstadt Zwickau über alles. In der halben Welt ging er auf Spurensuche. Was er erlebt hat, hat er Nancy Dietrich verraten.

"Freie Presse": Welche Reiseziele waren besonders bemerkenswert?

Christian Adler: Der atemberaubende Alpenblick von der knapp 3000 Meter hoch gelegenen Zwickauer Hütte in Südtirol und die vielen Wirkungsstätten der rastlosen Schumanns haben mich am meisten beeindruckt.

Welche Orte heben sich auf der Masse ab?

Zu den außergewöhnlichsten Orten meiner Reisen zählten die Trabi-Bar in Kopenhagen, der U-Bahnhof "Zwickauer Damm" in Berlin, die Partnerstadt Zaanstad mit ihrer quietschbunten Architektur, das Luxushotel "Fontainebleau" in Miami sowie die Bunkeranlagen an den Zwickauer Straßen in Bremen und Dortmund.

Was war denn besonders knifflig?

Schwierig gestaltete sich die Suche nach dem ICE "Zwickau", für den ich mich einen Abend lang im Berliner Hauptbahnhof auf die Lauer legte.

... und was war alles andere als spannend?

Die meisten Zwickauer Straßen waren entweder unbedeutend (Sackgassen), langweilig (Einfamilienhaussiedlungen) oder trist (Plattenbausiedlungen - insbesondere in Westdeutschland - oder Gewerbegebiete).

Gab's auch ein kurioses Erlebnis?

Die lustigste Begebenheit ereignete sich im Rahmen einer Fröbe-Recherche vor dem Grand Hôtel du Cap-Ferrat, als man mich für einen Paparazzo hielt. Grund war die bevorstehende Hochzeit von Tamara Ecclestone, Tochter von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone.

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