Wieder ein Wettlauf gegen die Uhr

Zu den wenigen deutschen Autoren von Thrillern mit fast schon einer Garantie für eine Platzierung in den Bestsellerlisten gehört neben Sebastian Fitzek und Eric Berg auch Arno Strobel. Nachdem er mit in sich abgeschlossenen Plots entlang von real anmutenden psychischen Abgründen in den Romanen wie "Der Trakt", "Das Dorf" oder "Die Flut" begonnen hatte, konnte der 1962 im saarländischen Saarlouis geborene Schriftsteller doch nicht der Versuchung widerstehen, eine über mehrere Bände reichende und aufeinander aufbauende Reihe von Kriminalromanen zu schreiben, und hat vor zwei Jahren in "Im Kopf des Mörders - Tiefe Narbe" erstmals den Oberkommissar Max Bischoff ins Rennen geschickt; ein Jahr später erschien dann "Im Kopf des Mörders - Kalte Angst" und dem Zyklus folgend nun mit "Im Kopf des Mörders - Toter Schrei" der dritte Band, der - wenn man die Anzeichen richtig zu deuten vermag - nur scheinbar das Ende einer Trilogie sein soll. Bedeutet: Kein Cliffhänger am Ende, aber Potenzial für weitere Geschichten.

Max Bischoff ist einer von diesen Ermittlern, wie sie gerade auf einer Welle des Erfolgs durch die Krimilandschaft reiten: Ein Eigenbrötler mit einem Berg an privaten Problemen, dem Loyalität im Beruf über alles geht, der aber auch mal draufhauen kann, wenn es ihm sinnvoll erscheint und bei der Lösung eines Falles hilft, während er vor Empathie überzuschäumen scheint, wenn es um die Sorge seiner querschnittsgelähmten und im Rollstuhl sitzenden Schwester Kirsten geht.

Und das wird ihm in dem neuen Thriller fast zum Verhängnis: Seine Schwester wird von einem Unbekannten entführt, und der Täter droht damit, Kirsten zu töten, wenn Max Bischoff nicht seine Forderung erfüllt, die da lautet: Er muss einen Kollegen ermorden. Wie bei Arno Strobel üblich: Ein Wettlauf gegen die Uhr hat begonnen. old

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