Seicht gealtert

Synthie-Pop

17 Alben in 32 Jahren - mangelnde Produktivität kann man dem britischen Popduo Erasure nicht nachsagen. Mangelnde Kreativität vielleicht schon eher. Nach dem Ausflug in Eurodance-Gefilde auf dem Vorgänger "The Violet Flame" erscheint mit "World Be Gone" (Mute) nun ein getrageneres Werk, das als Kommentar zur fragilen Weltlage verstanden werden will. Mit gewohnt schmachtendem wie auftrumpfendem Gesang verleiht Sänger Andy Bell dem auch Kontur - soundtechnisch könnte die Platte aber schon vor zehn Jahren erschienen sein, so unfrisch wirken viele Tracks. Schade, stand das Duo doch einst prototypisch für die poppige Synthese aus Lebensfreude und Seelenschmerz. Dazu plätschert "World Be Gone" leider zu seicht dahin.

Dieser Beitrag erschien in der Wochenendbeilage der "Freien Presse".

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