387.000 Euro Kosten durch "Bilderberger"

Linke errechnet Summe aus Polizeieinsatzstunden

Dresden.

Die Absicherung der Bilderberg-Konferenz in Dresden kostet Sachsens Steuerzahler nach Angaben der Linksfraktion im Landtag rund 387.000 Euro. Zur Berechnung der Summe wertete ihr innenpolitischer Sprecher Enrico Stange eine Antwort des Innenministeriums zur Zahl der eingesetzten Polizeikräfte und ihres zeitlichen Aufwands aus. Danach waren zwischen dem 8. und 12. Juni mehr als 1000 Beamte für knapp 25.000 Stunden im Einsatz.

Zum Vergleich: Allein zur Absicherung des Sachsenpokal-Halbfinalspiels der jetzigen Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue am 27. März waren 634 Polizisten knapp 4600 Stunden im Einsatz. Stange verwies auf Forderungen auch aus der CDU, die Vereine an den Polizeikosten zu beteiligen, und sagte: "Dann sollte auch eine private Party der Reichen und Mächtigen aus solchen Denkspielen nicht ausgeschlossen werden."

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit hatten auf der Bilderberg-Konferenz knapp 130 Führungskräfte aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft über internationale Krisenfelder diskutiert. Aus dem Innenministerium verlautete gestern, dass es für die Absicherung durch Polizeikräfte keine Alternative gebe, wenn wie im Fall Bilderberg "zahlreiche Schutzpersonen" zu den Teilnehmern zählen. Der private Charakter eines Treffens sei dann eher zweitrangig. (tz)

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1Kommentare
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  • 3
    0
    berndischulzi
    05.08.2016

    Mehr eine rethorische Frage. Welchen Nutzen hat der Steuerzahler davon, mal vom Schaden abgesehen?



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