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Aus Holz gemacht und mit Maschinen aus Metall bestückt, ein Zeugnis der Industrialisierung des Erzgebirges: der Sägeboden der Brettmühle, die es - nun komplett saniert - in Mulda nahe Freiberg zu sehen gibt. Fast 140 Jahre hat das technische Denkmal auf dem Buckel.

Foto: Detlev MüllerBild 1 / 7

Pfingstmontag ist Mühlentag - Die Mühle von Mulda

Am Pfingstmontag ist Mühlentag. Auch in Sachsen kann man sich Hunderte dieser Denkmäler ansehen. Das Wandern ist des Müllers Lust. Und manchmal - siehe Mulda - geht auch der Teil einer Mühle auf Wanderschaft.

Von Ulrich Hammerschmidt
erschienen am 17.05.2018

Mulda. Mit Wucht fließt das Wasser. Im Wind wohnt Stärke. Seit Jahrhunderten nutzt der Mensch die Energie, die in den Naturgewalten steckt. Die Mühle: Sie ist das Element, welches die Kraft des Wassers oder des Windes mit dem Menschenwerk verbindet. Sie ist der Link, wie man heute sagt - das Mittel für eine Transmission.

Das Mühlrad fängt den Fluss auf, der Wasserdruck bringt es in Schwung. Oder die Flügel einer Mühle stellen sich dem Wind in die Quere, bis das Rad rotiert und in ein Zahnrad nach dem anderen greift, sodass sich am Ende der Mühlstein bewegt und langsam das Korn zu mahlen beginnt. Oder das Blatt einer Säge in ein dickes Brett schneidet.

Es gibt Papiermühlen, Sägemühlen oder Steinmühlen zum Beispiel. Mühlräder geben ihre Energie weiter an Blech- und Hammerschmieden. Seit 1965 hat das Müllereiwesen seine eigenen Forscher - die Molinologen, die sich mit der Technologie, Geschichte und auch der Schönheit von Mühlen befassen.
Den Deutschen Mühlentag gibt es seit 25 Jahren. Er wurde von Molinologen  - von der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung - ins Leben gerufen und findet alljährlich am Pfingstmontag statt. Auch am 21. Mai werden bundesweit rund 1900 Mühlen zu besichtigen sein. Hunderte davon in Sachsen. Und eine ganz besondere Mühle in Mulda: die Brettmühle.

Ein Förderverein, den es seit 1999 gibt, hat sich um die Sanierung des fast 140 Jahre alten Ensembles gekümmert und kann nun verkünden: Fertsch! 100.000 Euro flossen in das Sägewerk, vier Fünftel davon sind Fördergelder, besonders von der EU.

Das Wandern ist des Müllers Lust. Und manchmal geht eine Mühle selbst auf Wanderschaft. Ein Teil zumindest: Ein Sägegatter in Mulda stammt aus Niederschöna. Das alte Sägewerk dort steht nicht mehr.

 
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